Hallo zusammen,
ich bin 73 Jahre alt und habe vor 6 Wochen angefangen, Italienisch zu lernen. Meine Frau und ich wollten nächstes Jahr nach Sizilien reisen und ich dachte mir, ein paar Brocken der Sprache können nicht schaden.
Am Anfang war ich richtig motiviert. Habe mir einen Grundkurs gekauft und jeden Tag 45 Minuten gelernt. Die ersten zwei Wochen liefen auch ganz gut - ich konnte mir die Grundvokabeln merken, "Guten Tag", "Wie geht es Ihnen" und so weiter.
Aber jetzt, nach 6 Wochen, bin ich total frustriert. Die Grammatik wird immer komplizierter, ich verwechsele ständig die Endungen und kann mir die neuen Wörter einfach nicht mehr merken. Gestern habe ich versucht, einen einfachen Satz zu bilden und stand völlig auf dem Schlauch.
Ich frage mich, ob das in meinem Alter noch Sinn macht. Vielleicht bin ich einfach zu alt für so etwas? Die Motivation ist jedenfalls komplett weg und ich habe keine Lust mehr, das Buch aufzuschlagen.
Kennt ihr das auch? Ist diese Phase normal beim Sprachenlernen oder sollte ich besser aufhören und mir eingestehen, dass es für mich zu spät ist?
Vielen Dank für eure Erfahrungen.
Helmut
Hallo Helmut! Oh ja, das kenne ich! Hatte ich genauso bei Französisch - nach 6 Wochen wollte ich auch hinschmeißen.
Aber weißt du was? Das ist wie beim Sport - am Anfang siehst du schnell Erfolge, dann kommt das Tal. Dein Gehirn braucht Zeit zum Verarbeiten. Mit 73 lernst du vielleicht anders als mit 20, aber nicht schlechter!
Mach mal ne Pause von der Grammatik und probier was anderes: italienische Kochsendungen schauen, Reiseführer durchblättern oder einfach nur die Melodie der Sprache genießen. Manchmal hilft auch, sich vorzustellen, wie stolz deine Frau sein wird, wenn du in Sizilien die Pizza auf Italienisch bestellst. 😊
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit der kostenlosen Demo von Sprachenlernen24 - einfach mal ausprobieren bevor du ganz aufgibst. Manchmal liegt's auch an der Lernmethode und nicht an dir. Falls Italienisch gar nicht klappt, kannst du dort auch erstmal Spanisch testen, ist oft etwas einfacher zum Einstieg. Zur Demoversion
Helmut, ich kann dich beruhigen - das ist völlig normal und hat nichts mit deinem Alter zu tun. Ich unterrichte seit 15 Jahren Sprachen und sehe das ständig.
Der Fehler liegt meist in der Herangehensweise. 45 Minuten täglich Grammatik pauken ist wie Marathon laufen ohne Training - du überlatest dein Gehirn. Wie ich schon mal geschrieben habe, ist die Methode wichtiger als der Preis.
Mein Rat: Reduziere auf 20 Minuten täglich, aber dafür abwechslungsreicher. Montag/Mittwoch/Freitag Vokabeln, Dienstag/Donnerstag leichte Texte lesen, Wochenende italienische Filme mit deutschen Untertiteln.
Und ganz wichtig: Setz dir realistische Ziele. Für eine Sizilien-Reise brauchst du keine perfekte Grammatik, sondern praktische Sätze für Restaurant, Hotel und Einkaufen. Lass dich nicht entmutigen!
Hey Helmut, das kenne ich nur zu gut! Hatte vor ein paar Monaten genau das gleiche Problem. War total frustriert, obwohl ich schon 500 Vokabeln drauf hatte - aber beim ersten echten Gespräch war ich sprachlos.
Die 6-Wochen-Flaute ist absolut normal! Das nennt sich "Plateau-Phase" und trifft wirklich jeden. Dein Gehirn sortiert gerade alles neu und das fühlt sich an wie Stillstand. Alter spielt da überhaupt keine Rolle - ich bin 34 und hatte genau dasselbe.
Mein Tipp: Mach erstmal eine Woche Pause, dann fang mit was Leichterem an. Italienische Musik hören, einfache Videos auf YouTube schauen. Vergiss die Grammatik erstmal und konzentrier dich aufs Hören. Das motiviert wieder.
Und für Sizilien reichen eh die Basics - "Un cappuccino, per favore" und ein Lächeln öffnen alle Türen!
Falls du mal eine Pause von Italienisch brauchst, könnte Portugiesisch eine gute Alternative sein - ist vom Aufbau her ähnlich, aber klingt ganz anders. Ich hab da gute Erfahrungen mit einem Online-Kurs gemacht, der macht das Lernen weniger stressig als Bücher. Portugiesisch Sprachkurs testen