Hallo zusammen,
ich bin jetzt 48 und möchte endlich mein Englisch verbessern. In der Schule war ich nicht gerade ein Sprachentalent und nach 30 Jahren ist davon eh nichts mehr übrig. Jetzt im Frühjahr hab ich mir gedacht, dass es Zeit wird - will im Herbst beruflich weiterkommen und da wäre besseres Englisch schon hilfreich.
Überall lese ich, dass man mit Apps, YouTube-Videos und Online-Materialien super lernen kann. Klingt verlockend, weil ich mir die teuren Volkshochschulkurse (200€ pro Semester) oder Privatunterricht (50€/Stunde) eigentlich nicht leisten will.
Aber ist das realistisch? Kann man wirklich ohne echten Lehrer ordentlich Englisch lernen? Ich hab Sorge, dass mir ohne Korrekturen die Fehler einschleifen oder ich wichtige Grundlagen übersehe. Andererseits denke ich mir - die Jugend lernt heute alles online, warum sollte das bei mir nicht funktionieren?
Hat jemand von euch Erfahrungen mit reinem Selbststudium gemacht? Wo sind die Grenzen und wann braucht man doch professionelle Hilfe?
Danke schon mal für eure Einschätzungen!
Also ich muss ehrlich sagen - ohne Lehrer wird's schwierig, wenn du wirklich vorankommen willst. Klar, Vokabeln lernen und Grammatik verstehen geht online super. Aber sprechen? Aussprache? Da merkst du deine Fehler allein nicht.
Ich lern auch grad (Deutsch als Zweitsprache) und hab am Anfang gedacht, YouTube reicht. Aber ohne Korrekturen von meinem Lehrer wär ich nie weitergekommen. Die Apps zeigen dir nicht, wenn deine Betonung falsch ist oder du komische Satzstrukturen baust.
Mein Vorschlag: Kombinier beides. Grundlagen mit Apps, aber alle paar Wochen mal ne Stunde mit einem Muttersprachler über Italki oder so. Kostet nicht die Welt und du kriegst das nötige Feedback. Reine Selbstlernerei funktioniert nur bei sehr disziplinierten Leuten - und ehrlich gesagt, die meisten überschätzen sich da.
Hm, da bin ich etwas skeptisch bei den ganzen Online-Lobeshymnen. Hab selbst schon mehrere Sprachen angefangen und wieder aufgehört - bei Italienisch war nach 6 Wochen Schluss, obwohl ich dachte, ich pack das.
Das Problem beim Selbststudium ist nicht nur die fehlende Korrektur, sondern auch die Motivation. Ohne feste Termine und andere Kursteilnehmer geben viele nach ein paar Monaten auf. Apps machen süchtig am Anfang, aber irgendwann wird's langweilig.
Wenn Geld das Problem ist: Schau mal nach Tandempartnern oder Sprachaustausch-Gruppen. Gibts oft kostenlos, und du übst direkt mit Muttersprachlern. Oder VHS-Kurse im Herbst - da sind die Preise meist moderater als Privatstunden.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer kostenlosen Demoversion, die zeigt wie systematisches Vokabellernen funktioniert. Ist eine gute Ergänzung zu YouTube Videos, weil du dort wirklich strukturiert rangehst. Hat mir geholfen herauszufinden, welcher Lerntyp ich bin. Zur Demoversion
Hi T.Hoffmann76!
Kann deine Überlegungen total verstehen. Ich hab vor ein paar Jahren auch überlegt, ob englische Kinderserien zum Lernen reichen, weil Kurse so teuer sind.
Meiner Erfahrung nach: Apps und YouTube sind super für den Einstieg und Vokabeln, aber für Aussprache und Sprechen brauchst du früher oder später echtes Feedback. Ich hab monatelang mit Duolingo gemacht und dachte, ich kann was - bis zum ersten Gespräch mit einem Engländer. Da war ich total überfordert.
Mein Tipp: Fang erstmal mit kostenlosen Sachen an (Babbel hat oft Probezeiten), bau dir ne Grundlage auf. Wenn du merkst, du bleibst dran, dann investier in ein paar Einzelstunden. Musst ja nicht gleich den teuren Gruppenkurs buchen. Manchmal reichen schon 5-6 Einzelstunden übers Jahr verteilt, um die gröbsten Fehler rauszukraulen.
Viel Erfolg!