Hallo zusammen,
ich lerne jetzt seit etwa 4 Monaten Englisch und merke ein Problem: Ich denke auf Deutsch und übersetze dann ins Englische. Das führt dazu, dass meine Sätze total komisch klingen.
Beispiel: Statt "I'm looking forward to my vacation" sage ich "I look forward myself on my vacation" weil ich denke "Ich freue mich auf meinen Urlaub" und das dann 1:1 übersetze.
Oder bei "The weather is nice today" kommt bei mir raus "Today is the weather nice" weil im Deutschen die Satzstellung anders ist.
Meine Lehrerin aus dem VHS-Kurs meint, ich soll versuchen direkt auf Englisch zu denken. Aber wie soll das gehen wenn ich die Sprache doch gerade erst lerne? Gleichzeitig sehe ich, dass andere aus meinem Kurs schon viel natürlicher sprechen, obwohl wir alle gleichzeitig angefangen haben.
Jetzt wo Sommer ist und ich meinen England-Urlaub für August plane, möchte ich endlich mal normale Sätze hinbekommen. Aber diese deutsche Denkweise kriege ich einfach nicht weg.
Habt ihr konkrete Tipps wie man dieses "deutsche Übersetzen" abstellt? Was hat bei euch funktioniert?
Das kenne ich gut! Bei mir war's genauso am Anfang. Was mir geholfen hat: Ich hab angefangen ganze Phrasen auswendig zu lernen statt einzelne Wörter. Also nicht "look forward = sich freuen" sondern gleich "I'm looking forward to..." als Block.
Und dann hab ich mir englische Serien mit deutschen Untertiteln angeschaut. So hörst du wie echte Engländer sprechen und merkst dir automatisch die richtigen Satzstellungen.
Das mit dem "direkt auf Englisch denken" ist Quatsch für Anfänger. Das kommt später von alleine. Erstmal musst du dir die richtigen Satzmuster angewöhnen.
Das Problem liegt in der unterschiedlichen Sprachlogik. Deutsche und englische Sätze folgen verschiedenen Strukturprinzipien.
Mein Tipp: Arbeiten Sie mit Satzmustern (sentence patterns). Für Ihr England-Urlaub-Beispiel: "I'm planning to..." + Infinitiv ist ein festes Muster. Nicht "Ich plane zu..." übersetzen.
Übung: Nehmen Sie 10 häufige deutsche Sätze und lernen Sie die korrekte englische Version auswendig. Dann variieren Sie nur die Substantive/Verben, aber behalten die Struktur bei.
Wichtig ist auch: Englisch verwendet viel häufiger Gerund-Formen (-ing). "I enjoy swimming" statt "I enjoy to swim". Das kommt daher, dass Englisch prozessorientierter denkt als Deutsch.
Ich glaub das liegt einfach daran dass du zu viel nachdenkst beim Sprechen. Mach dir nicht so 'nen Kopf!
Bei mir hat's geholfen einfach viel zu sprechen, auch wenn's falsch ist. Die Satzstellung kriegst du nur durch Übung raus, nicht durchs Grübeln.
Und ehrlich - nach 4 Monaten ist das völlig normal dass du noch "deutsch" klingst. Gib dir mehr Zeit.