Hi zusammen,
bin gerade am Überlegen, wie ich mein Englisch endlich mal richtig angehen soll. Bin beruflich als TechSprachProfi unterwegs und merke immer öfter, dass meine Englischkenntnisse echt zu wünschen übrig lassen. Gerade bei Fachgesprächen mit internationalen Kunden komm ich oft ins Stocken.
Jetzt die große Frage: Soll ich mir nen teuren Privatlehrer suchen oder kann ich das auch im Selbststudium schaffen? Hab schon verschiedene Apps ausprobiert und YouTube-Kanäle abonniert, aber irgendwie fehlt mir die Struktur. Andererseits kostet Privatunterricht halt richtig Kohle - 40-60€ pro Stunde ist schon heftig.
Was sind eure Erfahrungen? Hab gelesen, dass man ohne echten Lehrer oft schlechte Gewohnheiten entwickelt, die später schwer abzugewöhnen sind. Stimmt das? Oder gibt es Wege, wie man sich selbst kontrollieren und korrigieren kann?
Bin übrigens kein kompletter Anfänger - Schulenglisch ist da, aber halt total eingerostet. Freue mich auf eure Meinungen!
Also ich hab vor nem Jahr auch vor der gleichen Entscheidung gestanden. Hab dann erstmal 3 Monate komplett alleine probiert - Apps, YouTube, sogar Sprachpartner über Online-Plattformen gesucht. War am Anfang auch motiviert, aber dann... keine Ahnung, irgendwie ist man doch zu nachlässig mit sich selbst.
Bin dann zu ner Sprachschule gewechselt (Gruppenunterricht, war günstiger als Privatlehrer) und der Unterschied war krass. Nicht nur wegen der Korrekturen, sondern auch die Regelmäßigkeit. Du MUSST da hin, verstehst du? Bei dem Thread hier hab ich auch schon geschrieben - ohne Feedback entwickelt man echt komische Satzstrukturen.
Mein Tipp: Probier erstmal 4-6 Wochen strukturiertes Selbststudium (feste Zeiten, echte Lernpläne) und wenn das nicht klappt, investier in richtigen Unterricht.
Aus meiner Sicht ist das ne Typ-Frage. Ich hab beides probiert und muss ehrlich sagen: Ohne Lehrer wär ich nie weitergekommen.
Das Problem beim Selbststudium ist nicht nur die fehlende Korrektur, sondern auch die Gewichtung. Du lernst halt das, was dir leicht fällt oder Spaß macht. Die schwierigen Sachen schiebst du unbewusst auf. Ein guter Lehrer zwingt dich, auch die unangenehmen Themen anzugehen.
Und gerade im Business-Kontext machst du ohne professionelle Hilfe schnell peinliche Fehler. Hab das selbst erlebt - dachte, ich könnte das alleine und hab dann in wichtigen Meetings teilweise richtig daneben gegriffen.
Mein Vorschlag: Kombinier beides. Grundlagen im Selbststudium aufbauen und dann alle 2-3 Wochen mal ne Stunde beim Profi zur Kontrolle.
Da muss ich aber widersprechen - geht definitiv auch ohne teure Kurse! Kommt halt drauf an, wie diszipliniert du bist. Ich hab mir vor zwei Jahren vorgenommen, mein Business English zu verbessern und hab das komplett im Selbststudium geschafft.
Wichtig ist meiner Erfahrung nach: 1) Realistische Apps nutzen (nicht den Marketing-Quatsch, den ich in anderen Threads schon mal analysiert habe), 2) Echte Gespräche führen - Tandem-Partner, Language Exchange usw., 3) Dich selbst aufnehmen beim Sprechen. Das ist super unangenehm am Anfang, aber du hörst sofort, wo du Fehler machst.
Privatunterricht ist natürlich bequemer, aber für 2000€ pro Jahr kannst du dir auch ne Menge gute Materialien kaufen und vielleicht sogar mal einen Sprachurlaub machen. Kommt halt auf deinen Lerntyp an.