Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, endlich mal ernsthaft mit Englisch anzufangen. Bin 29, hab in der Schule immer nur das Nötigste gemacht und jetzt merke ich, dass es beruflich und auch privat immer wichtiger wird. Hab mir gedacht, der Sommer ist eigentlich ein guter Zeitpunkt – weniger Stress, mehr Zeit abends wenn man nicht schon wegen der Hitze völlig platt ist 😅
Mein Problem: Ich weiß überhaupt nicht, womit ich anfangen soll. Ich hab mir mal kurz angeschaut was es so gibt und bin direkt erschlagen worden. Da gibt es ja mittlerweile gefühlt hundert Apps, viele mit KI-Funktionen, personalisiertem Lernplan und was weiß ich noch alles. Aber gleichzeitig sagen manche Leute, ein klassisches Lehrbuch mit Audios ist für die Grundlagen viel strukturierter.
Mich würde wirklich interessieren: Was habt ihr gemacht als ihr angefangen habt? Reicht so eine App heutzutage wirklich für die Grundlagen oder braucht man da trotzdem noch was "Richtiges"? Oder ist die Kombination aus beidem am sinnvollsten?
Ich will eigentlich nicht einfach drauflos klicken und nach vier Wochen nichts gelernt haben. Ein bisschen Struktur wäre mir schon wichtig. Aber ich will auch ehrlich gesagt nicht stundenlang mit einem dicken Grammatikbuch rumsitzen wenn es bessere Wege gibt.
Freue mich über jeden Erfahrungsbericht!
Lisa
Ich seh das etwas anders als CineMax. Apps haben sich in den letzten Jahren echt stark verbessert, gerade was Strukturierung angeht. Ich hab selbst viel mit verschiedenen Methoden experimentiert – auch beim Selbstlernen ohne Lehrer hab ich gemerkt: entscheidend ist nicht das Medium, sondern ob man dranbleibt.
Für Grundlagen 2026 würd ich sagen: Eine gute App mit klarem Lehrplan (nicht einfach Gamification ohne Substanz) kann komplett ausreichen um anzufangen. Wichtig ist dass die App auch Grammatik erklärt und nicht nur Vokabeln abfragt. Das ist der Unterschied zwischen soliden Grundlagen und oberflächlichem Klicken.
Lehrbücher haben natürlich Vorteile wenns um komplexere Grammatikthemen geht, aber für den Einstieg? Würd ich das gar nicht so eng sehen. Probier zwei Wochen eine App aus die du gut findest, und wenn du merkst du verstehst die Zusammenhänge nicht, hol dir ergänzend ein Buch. Muss ja keine entweder-oder Entscheidung sein.
Gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Ich bin ehrlich gesagt eher skeptisch was diese ganzen App-Versprechen angeht – hab das Thema auch schon mal in einem anderen Thread hier angesprochen. Man lernt fleißig, klickt sich durch, und dann steht man im echten Gespräch da wie ein Fragezeichen.
Das heißt nicht, dass Apps nichts taugen. Aber ich glaube, für die wirklichen Grundlagen – also Grammatik, Satzbau, die Logik der Sprache – braucht man zumindest am Anfang etwas Strukturierteres. Ein gutes Lehrwerk mit klaren Erklärungen ist da meiner Meinung nach kaum zu ersetzen. Apps sind gut als Ergänzung, zum Wiederholen oder für Vokabeln zwischendurch, aber als alleinige Basis? Da wäre ich vorsichtig.
Mein Tipp: Fang mit einem Lehrwerk an, das für Erwachsene gemacht ist, und nutz eine App zusätzlich für die tägliche kurze Übungseinheit. Das kombiniert Struktur mit dem Komfort, den die modernen Tools bieten. Und im Sommer mit der Hitze ist eine kurze App-Session abends natürlich angenehmer als 90 Minuten Buch – das gebe ich zu.