Hallo alle zusammen!
Ich beschäftige mich gerade intensiv mit der Frage, ob ich für gutes Englisch unbedingt in einen Kurs oder zu einem Privatlehrer muss, oder ob es auch komplett auf eigene Faust geht.
Meine Situation: Bin berufstätig, zwei kleine Kinder, und ehrlich gesagt ist mein Budget ziemlich begrenzt. Die Volkshochschulkurse kosten hier mindestens 180 Euro pro Semester, Privatstunden sind noch teurer. Gleichzeitig sehe ich überall Werbung für Apps, kostenlose YouTube-Kanäle, und Leute erzählen mir, dass sie sich alles selbst beigebracht haben.
Jetzt wo es wärmer wird und ich abends wieder mehr Zeit hab (die Kinder sind länger draußen), könnte ich theoretisch 1-2 Stunden täglich investieren. Aber ich will nicht monatelang umsonst lernen, nur um dann festzustellen, dass ohne Lehrer doch nichts hängenbleibt.
Meine konkrete Frage: Kann man wirklich strukturiert und korrekt Englisch lernen, ohne dass jemand einen korrigiert und anleitet? Oder braucht man zwangsläufig Feedback von außen, um nicht in falsche Gewohnheiten zu verfallen? Habt ihr Erfahrungen damit?
Servus Sandra,
bei allem Respekt für die moderne Technik, aber da bin ich skeptisch. Hab schon in einem anderen Beitrag darüber geschrieben.
Ein Lehrer sieht sofort, wo deine Schwächen sind und kann dich korrigieren, bevor sich Fehler einschleifen. Apps können das nicht. Die checken nur, ob du die richtige Antwort anklickst, aber deine Aussprache? Deine Satzmelodie? Vergiss es.
Ich hab das 1975 noch ganz klassisch gelernt - mit Lehrer, Lehrbuch, und viel Übung. Dafür sitzt es heute noch wie eine eins. Diese ganzen kostenlosen Methoden sind verlockend, aber am Ende sparst du am falschen Ende. Lieber einen vernünftigen Kurs machen und es richtig lernen, als jahrelang vor sich hinwurschteln.
Vielleicht erstmal einen Probemonat VHS? Die meisten bieten das an.
Hey Sandra,
kann ich gut verstehen, dass du dir Gedanken machst! Hab damals auch lange überlegt und letztendlich den Selbstlernweg gewählt. Wie ich schon in diesem Thread geschrieben hab, geht das durchaus - aber man muss wirklich diszipliniert sein.
Wichtig ist eine gute Kombination: YouTube für Grammar (empfehle "English with Lucy"), Duolingo oder Babbel für Struktur, und ganz wichtig - such dir Tandempartner online! HelloTalk oder Speaky sind super dafür. Da bekommst du das Feedback, das du brauchst.
Der Trick ist: feste Routine entwickeln. Ich mach jeden Morgen 20 Min Vokabeln, abends 30 Min Videos schauen. Nach 8 Monaten kann ich mich gut unterhalten. Kostet mich höchstens 10 Euro im Monat für die Premium-Apps.
Wenn du das Geld sparst, investier lieber in gute Lehrbücher und vielleicht alle paar Wochen mal ne Online-Konversationsstunde. Das reicht völlig!
Hi Sandra!
Ich bin da pragmatisch: kommt drauf an, was dein Ziel ist. Für Urlaubsenglisch oder einfache Gespräche reicht Selbststudium absolut. Hab ich bei Norwegisch auch so gemacht, wie ich hier mal beschrieben hab.
Aber wenn du beruflich Englisch brauchst oder wirklich fließend werden willst, dann ist ein Lehrer Gold wert. Nicht wegen dem Stoff - den kriegst du online auch. Sondern wegen Motivation und Korrekturen.
Mein Tipp: Start autodidaktisch, aber plan von Anfang an alle 2-3 Monate eine Einzelstunde ein. Kostet vielleicht 40-50 Euro, aber der Lehrer kann dir sagen, ob du auf dem richtigen Weg bist.
Gerade jetzt im Frühjahr ist auch ein guter Zeitpunkt - weniger Ablenkung als im Sommer!
Ich hab da gute Erfahrungen mit Babbel gemacht - ist ein guter Mittelweg zwischen komplett alleine lernen und teurem Privatunterricht. Die Dialoge sind praxisnah und man kann in seinem eigenen Tempo arbeiten. Für die Grundlagen definitiv ausreichend, später kannst du immer noch einen Lehrer dazunehmen. Weiter zu Babbel*