Hallo zusammen,
ichmal schauen ob mir hier jemand weiterhelfen kann. Ich lerne schon ein paar Wochen Türkisch und merke, dass mein üblicher Ansatz – also erstmal Alltagssituationen reinwerfen und von dort die Grammatik rückwärts erschließen – hier irgendwie nicht so einfach funktioniert wie bei romanischen Sprachen.
Bei meinen Auslandssemestern hab ich immer gemerkt, dass Lehrbücher und echte Alltagssprache weit auseinanderliegen. Bei Türkisch habe ich aber noch keine richtige Einschätzung, wo diese Lücke eigentlich liegt – schon auf Grammatikebene oder eher im Wortschatz und in der Aussprache?
Konkret frage ich mich: Gibt es so etwas wie ein "Gerüst" der türkischen Grammatik, das ich als erstes verstehen sollte, bevor der Rest Sinn ergibt? Bei Sprachen mit Kasussystemen hab ich oft erlebt, dass man entweder vom System her denkt oder vom Gefühl – aber was funktioniert bei Türkisch besser für jemanden, der stark auf echte Kommunikationssituationen setzt?
Ich überlege auch, ob ich mir einen Tandempartner suchen sollte, bevor ich die Grammatik "fertig" verstanden habe. Meine Erfahrung ist ja eigentlich, dass echte Gespräche die Grammatik erst lebendig machen. Aber vielleicht ist Türkisch hier tatsächlich ein Sonderfall?
Wäre super, wenn ihr aus eurer Erfahrung berichten könntet – besonders wenn ihr selbst den Einstieg schon hinter euch habt.
Viele Grüße,
Marco