Hallo zusammen,
ich beschäftige mich schon länger mit der Frage, ob es sinnvoll ist, gleichzeitig mit Portugiesisch und Spanisch anzufangen. Bin 68 und habe vor drei Jahren mit Französisch begonnen, das läuft auch ganz gut (B1 Level). Jetzt reizt es mich aber sehr, auch die iberischen Sprachen zu lernen.
Meine Überlegung: Die beiden Sprachen sind ja verwandt, haben ähnliche Grammatikstrukturen und viele Wörter ähneln sich. Könnte es nicht sein, dass sich das gegenseitig verstärkt? Andererseits habe ich Sorge, dass ich alles durcheinander bringe.
Was meint ihr - ist das eine gute Idee oder sollte ich lieber erst eine der beiden Sprachen richtig lernen? Ich hätte schon Zeit für beide, bin ja Rentner. Aber ich will meine Energie nicht vergeuden.
Hat jemand von euch Erfahrung damit? Wie geht man am besten vor, wenn man sich für beide entscheidet?
Hmm, sehe das etwas anders als Gerhard. Kommt wirklich drauf an, wie du lernst und ob du die Sprachen klar trennen kannst. Ich hab mit Italienisch angefangen und dann Spanisch dazu genommen - bei mir ging das eigentlich ganz gut.
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du verschiedene Lernzeiten und am besten auch verschiedene Methoden verwendest. Also zum Beispiel morgens Portugiesisch mit einem Lehrbuch, abends Spanisch mit einer App oder umgekehrt.
Die falschen Freunde sind natürlich ein Problem, da hatte ich auch schon peinliche Situationen. Aber wenn man aufmerksam ist, kann man das meistern. Und die grammatischen Ähnlichkeiten helfen durchaus - Subjuntivo im Spanischen war für mich einfacher, weil ich schon den italienischen congiuntivo kannte.
Also ich würd's einfach ausprobieren! Bist ja nicht unter Zeitdruck oder so. Wenns nicht klappt, kannst du immer noch umschwenken.
Werner, ich kann nur abraten! Habe selbst vor Jahren versucht, parallel Italienisch und Spanisch zu lernen - war eine Katastrophe. Die Ähnlichkeiten sind genau das Problem: Du glaubst, ein Wort zu kennen, aber es bedeutet im anderen etwas völlig anderes. Oder die Aussprache ist komplett verschieden.
Mein Rat: Konzentrier dich erst auf eine Sprache, bis du mindestens B1 erreicht hast. Dann kannst du die zweite dazunehmen. Bei mir hat das viel besser funktioniert. Die Basis muss stimmen, sonst wird alles zu einem Mischmasch.
Übrigens hatte ich ähnliche Probleme beim Italienisch lernen mit schwierigen Grammatikformen - da merkt man erst recht, wie wichtig eine solide Grundlage ist.