Hallo zusammen,
ich bin nach langer Zeit ins Sprachenlernen zurückgekehrt und habe mir vorgenommen, Norwegisch und Portugiesisch komplett neu zu lernen, während ich mein Schulfranzösisch wieder auffrische. Ehrlich gesagt bin ich total überfordert von der Menge an Apps, die es gibt.
Meine Frage: Nutzt ihr Apps hauptsächlich, um jeden Tag ein bisschen zu trainieren, oder sind sie für euch der Hauptweg zum Lernen? Ich frage, weil ich gelesen habe, dass viele Apps bei den Grundlagen vielleicht gar nicht so effektiv sind wie früher. Gleichzeitig habe ich weder die Zeit noch das Budget für teure Kurse.
Vor allem interessiert mich: Wenn man mit drei Sprachen gleichzeitig anfängt – können Apps da den Überblick behalten helfen oder wirds zu chaotisch? Und seid ihr der Meinung, dass es seriöse Unterschiede zwischen den kostenlosen Versionen gibt, oder ist das eher Marketing?
Ich würde mich freuen, von Leuten zu hören, die ähnlich wieder anfangen und mit Apps arbeiten.
Viele Grüße,
Margit
Das ist genau die richtige Frage. Ehrlich gesagt glaube ich, dass die meisten Apps dir eine Illusion von Fortschritt geben – es sieht so aus, als würdest du vorankommend, aber real kannst du hinterher nicht sprechen. Schreiben ist das, worauf es ankommt. Wenn du strukturiert aufschreibst – Tagebuch, kleine Texte, Emails an Tandempartner – trainierst du wirklich die Sprache. Das ist anstrengend, ja, aber es funktioniert. Ich habe das bei Spanisch und Polnisch erlebt. Echte Konversation danach ist viel einfacher, weil du die Strukturen verinnerlicht hast, nicht nur angeklopft.
Mich persönlich interessiert das weniger wissenschaftlich, sondern pragmatisch – ich ziehe bald nach Kanada und brauche funktionales Englisch schnell. Was ich merke: Apps helfen mir morgens eine halbe Stunde zu investieren, aber echte Fortschritte mache ich nur durch regelmäßige Gespräche mit Tandempartnern. Vielleicht ist die Antwort gar nicht Apps oder Vokabelkarten, sondern: beides als Fundament, und dann massiv ins echte Sprechen investieren?