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Spanisch: Volkshochschule oder Online-Kurs – was habt ihr gewählt?

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Wolfgang H.
Beiträge: 17
Themenstarter
(@wolfgangh)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#37]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor einer Entscheidung und komme nicht so richtig weiter. Ich möchte diesen Sommer endlich ernsthaft mit Spanisch anfangen – schon länger geplant, aber immer wieder verschoben. Jetzt ist es soweit.

Die Frage ist: Volkshochschule oder doch lieber ein Online-Kurs? Die VHS in meiner Nähe bietet ab September wieder Grundkurse an, das wäre dann ein fester Termin pro Woche mit einer Gruppe. Klingt eigentlich gut, weil ich weiß, dass ich ohne äußere Struktur schnell nachlasse. Andererseits: Im Sommer kann man ja schlecht auf den Herbst warten, wenn man jetzt Motivation hat.

Online gibt es natürlich alles Mögliche. Aber ich frage mich, ob das wirklich vergleichbar ist mit echtem Unterricht. Sprechen übt man online doch irgendwie alleine, oder? Und ohne jemanden, der Fehler direkt korrigiert, weiß man gar nicht, wo man steht.

Andererseits habe ich gehört, dass Online-Kurse mittlerweile Live-Sessions mit Lehrern anbieten, also nicht nur Videos und Übungen. Stimmt das? Und ist da die Qualität wirklich gut genug für Anfänger?

Was habt ihr gemacht und wie war eure Erfahrung damit? Bin gespannt auf eure Meinungen, gerne auch wenn jemand beides ausprobiert hat und vergleichen kann.

Danke schon mal!
Wolfgang


4 Antworten
Helga K.
Beiträge: 20
(@helgak)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Präsenzunterricht, eindeutig. Für mich gibt es da gar keine Diskussion – ich lerne einfach besser wenn echte Menschen im Raum sind. Online lenkt mich zu sehr ab, immer irgendwas anderes auf dem Bildschirm.


Antwort
Helmut K.
Beiträge: 37
(@helmut_1951)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Also ich bin da etwas anderer Meinung als L.Weber. Ich bin Jahrgang 1951, hab also noch in einer Zeit gelernt wo Online schlicht keine Option war – und ich sage das nicht um mich alt zu machen, sondern weil ich inzwischen beides ausprobiert habe.

Die VHS hat sicher ihre Vorteile, aber man darf auch nicht vergessen: In einem Kurs mit 15 Leuten spricht man vielleicht zehn Minuten pro Stunde wirklich selbst. Das ist weniger als man denkt. Ich hab das vor ein paar Jahren bei einem Französischkurs so erlebt.

Ich hab mich dann mit YouTube-Materialien beschäftigt und dazu was im Forum aufgeschrieben – YouTube allein reicht natürlich nicht, das ist klar. Aber ein guter Online-Kurs mit Live-Komponente kann durchaus mithalten. Voraussetzung ist, dass man selbst diszipliniert ist.

Da du sagst du brauchst äußere Struktur: Vielleicht wäre ein Online-Kurs mit festen wöchentlichen Live-Terminen ein Kompromiss? Die gibt es, man muss nur suchen. Und du könntest im Juni oder Juli anfangen statt im September zu warten.

Falls du noch eine günstigere Alternative zu Babbel suchst, schau dir mal sprachenlernen24.de an – ich hab da gute Erfahrungen gemacht, besonders für die Grundlagen am Anfang. Ist weniger spielerisch als Babbel, aber dafür ziemlich strukturiert. Tipp: Starte mit kostenlosem Newsletter*


Antwort
Andreas K.
Beiträge: 39
(@andreas82)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich seh das pragmatisch: Kommt ganz drauf an was du erreichen willst und in welchem Zeitraum.

Wenn du zB. im Herbst in den Urlaub nach Spanien willst und bis dahin Grundkenntnisse brauchst, ist die VHS ab September schlicht zu spät. Online-Kurs wäre dann die logischere Wahl. Wenn der Druck fehlt und kein konkretes Ziel dahinter steckt, glaube ich aber ehrlich gesagt auch nicht, dass ein Online-Kurs für jemanden mit Disziplinproblemen gut funktioniert – egal wie gut der Kurs ist.

Ich hab angefangen mit einer Mischung aus App für Vokabeln und einem günstigen Online-Kurs mit kleinen Live-Gruppen (5-6 Personen), das war für mich ideal. Sprechangst hatte ich trotzdem erstmal, aber in der kleinen Gruppe war das weniger schlimm als befürchtet. Das Grammatikthema – ob man zuerst büffeln soll oder einfach loslegt – hab ich mal separat diskutiert, falls dich das auch interessiert.

Kurz: Konkretes Ziel setzen, dann ergibt sich die Formatfrage fast von selbst.


Antwort
Lisa W.
Beiträge: 26
(@l-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage, Wolfgang. Ich hab mich vor einer Weile mit was Ähnlichem rumgeschlagen, damals beim Italienischlernen – da hatte ich das Problem, dass ich nach ein paar Wochen die Lust komplett verloren hab (hab das auch mal im Forum beschrieben). Struktur von außen hilft da wirklich.

Meine Erfahrung mit Online-Kursen: Es kommt extrem darauf an, was für ein Format. Reine Video-Kurse ohne Interaktion sind für Anfänger meiner Meinung nach schwierig, weil man nie wirklich weiß ob die Aussprache stimmt oder ob man Fehler automatisiert. Live-Sessions mit einem Lehrer sind dagegen deutlich besser – die gibt es tatsächlich, ich nutze das selbst gelegentlich. Qualitätsmäßig ist das sehr unterschiedlich je nach Anbieter.

Für jemanden der weiß, dass er ohne Struktur nachlässt, würde ich aber ehrlich gesagt die VHS empfehlen. Fester Termin, echte Gruppe, direktes Feedback. Der Nachteil ist natürlich, dass du bis September warten müsstest. Vielleicht kannst du den Sommer mit einer App überbrücken und dann im Herbst mit einem soliden Grundwortschatz in den VHS-Kurs starten? Das wäre zumindest das, was ich versuchen würde.


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