Schwedische Verben ...
 
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Schwedische Verben lernen - Infinitiv, Präsens, alles durcheinander

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Marcus K.
Beiträge: 14
Themenstarter
(@marcus91)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#16]

Hej! Ich beschäftige mich seit drei Wochen mit Schwedisch und komme bei den Verben nicht weiter. Ich verstehe das System dahinter einfach nicht.

Bei deutschen Verben ist mir klar: ich gehe, du gehst, er geht - die Endungen zeigen mir die Person. Aber im Schwedischen scheint alles gleich zu bleiben? "Jag går, du går, han går" - wie soll ich da unterscheiden, wer was macht? Und dann gibt's noch diese att-Form... "att gå" ist Infinitiv, oder? Aber wann benutze ich was?

Ich hab schon ein paar YouTube-Videos geschaut, aber da wird immer nur gesagt "ist ganz einfach", ohne es wirklich zu erklären. Jetzt im Sommer wollte ich eigentlich richtig durchstarten, damit ich im Herbst schon ein bisschen sprechen kann. Aber wenn ich schon bei den Grundverben hänge...

Kann mir jemand das System mal verständlich erklären? Am liebsten mit ein paar einfachen Beispielen, die ich mir merken kann. Ich bin echt verzweifelt und überlege schon, ob ich nicht doch bei Spanisch bleiben sollte.


4 Antworten
Mila K.
Beiträge: 23
(@mila_92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hej Marcus! Ich kann dich total verstehen, hatte am Anfang genau dasselbe Problem. Das mit den Verben ist wirklich verwirrend, wenn man aus dem Deutschen kommt.

Du hast recht - im Schwedischen bleibt die Verbform gleich für alle Personen. "Går" ist die Präsensform, "att gå" der Infinitiv. Das Gute daran: Du musst dir nur EINE Form pro Zeitform merken, nicht sechs wie im Deutschen! Das Pronomen (jag, du, han) zeigt dir, wer gemeint ist.

Ein paar Beispiele:
- Infinitiv: att äta (essen)
- Präsens: Jag äter, du äter, vi äter (alle gleich!)
- Präteritum: Jag åt, du åt, han åt

Bei den Zeitformen gibt's vier Hauptgruppen von Verben mit verschiedenen Endungen. Aber für den Anfang: konzentrier dich erstmal auf ein paar wichtige Verben im Präsens. Das reicht für die ersten Gespräche völlig.

Was die Motivation angeht - lass dich nicht entmutigen! Schwedisch ist wirklich machbar.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem Online-Kurs, der die Verben systematisch aufbaut - erst Infinitiv, dann Präsens, dann die anderen Zeiten. Hat mir echt geholfen, Ordnung in das Chaos zu bringen, weil die Übungen logisch aufeinander aufbauen. Zum Schwedisch Sprachkurs


Antwort
Andreas K.
Beiträge: 22
(@andreas82)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Hi! Also ehrlich gesagt finde ich die schwedischen Verben viel logischer als deutsche. Du hängst dich zu sehr an den Vergleich mit dem Deutschen auf.

Die Grundregel ist simpel:
- Infinitiv: att + Verbstamm (att gå, att komma, att vara)
- Präsens: Verbstamm + Endung (går, kommer, är)

Wichtig: Das Pronomen MUSS immer dabei stehen, weil die Verbform nicht mehr zeigt, wer handelt. "Går" allein bedeutet nichts - du brauchst "jag går" oder "hon går".

Es gibt vier Verbgruppen mit verschiedenen Endungsmustern, aber für den Einstieg reichen die häufigsten Verben. Kauf dir ein ordentliches Lehrbuch statt YouTube zu schauen - da steht alles systematisch erklärt.

Und vergiss Spanisch nicht so schnell! Schwedisch ist zwar schön, aber bei der Grammatik solltest du erstmal die Basics richtig verstehen.


Antwort
Markus T.
Beiträge: 10
(@markus48)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Bei mir war's genau so! Nach 2-3 Wochen dachte ich auch, ich check das nie. Aber dann hat's plötzlich Klick gemacht.

Wichtig ist: Schwedische Verben sind VIEL einfacher als deutsche. Du musst nur weniger auswendig lernen. Im Deutschen: ich gehe, du gehst, er geht, wir gehen, ihr geht, sie gehen. Im Schwedischen: ALLE sagen "går".

Mein Tipp: Nimm dir 10 wichtige Verben (gehen, sein, haben, essen, schlafen...) und lern erstmal nur deren Präsensformen. Nicht gleich alle Zeiten auf einmal! Das verwirrt nur.

Und ja, "att" + Verb ist Infinitiv, wie "zu" + Verb im Deutschen.

Nicht aufgeben, das wird schon! Ich hab mit 45 angefangen und wenn ich das schaffe, schaffst du das auch.


Antwort
Maria S.
Beiträge: 3
(@sprachprofi2024)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Aus didaktischer Sicht machst du einen typischen Anfängerfehler: Du versuchst das schwedische System mit deutschen Kategorien zu verstehen, anstatt die schwedische Logik zu akzeptieren.

Schwedische Verben folgen einem analytischen Prinzip - die grammatische Information wird durch separate Wörter (Pronomen) ausgedrückt, nicht durch Flexionsendungen am Verb. Das ist effizienter und logischer als das deutsche System.

Konkret für dein Lernen:
1. Vergiss deutsche Konjugationstabellen
2. Lerne Verben immer mit Pronomen zusammen
3. Fokussiere dich auf die vier Verbklassen (schwache Verben Gruppe 1-3, starke Verben)
4. Beginne mit hochfrequenten Verben: vara, ha, gå, komma, se, göra

Zur Systematik: Schwedisch hat klare Vorteile gegenüber romanischen Sprachen. Die Verbmorphologie ist deutlich reduzierter - das ist ein Feature, kein Bug.

Mein Rat: Strukturiertes Lernen mit einem Lehrbuch, nicht freestyle mit YouTube.


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