Liebe Sprachenfreunde,
als pensionierter Deutschlehrer beschäftige ich mich schon lange mit den Feinheiten unserer Sprache und der Dialektvielfalt. Nun möchte ich im Ruhestand endlich eine romanische Sprache lernen - schon immer ein Traum von mir.
Meine Überlegung: Französisch hatte ich mal in der Schule (ist aber 40 Jahre her), Spanisch ist mir völlig fremd. Andererseits höre ich oft, dass Spanisch einfacher sein soll für Deutsche. Bei meinen Gartenarbeiten in diesem schönen Frühjahr denke ich oft daran, dass es toll wäre, mich im Spanienurlaub oder in Frankreich unterhalten zu können.
Als Sprachmensch interessiert mich besonders: Welche der beiden Sprachen hat klarere grammatische Strukturen? Bei welcher ist die Aussprache für uns Deutsche weniger tückisch? Und gibt es gute Parallelen zu deutschen Dialekten, die mir das Lernen erleichtern könnten?
Ich habe Zeit und Geduld, aber mit 67 Jahren will ich auch realistisch bleiben. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Hallo!
Als jemand, die nach 15 Jahren Pause auch wieder ins Sprachenlernen einsteigt, kann ich Ihre Situation gut verstehen. Ich würde definitiv zu Französisch raten - Sie haben ja schon eine Basis, auch wenn sie eingerostet ist. Das ist ein riesiger Vorteil!
Ich nutze gerade Babbel und DeepL zum Auffrischen meiner alten Französischkenntnisse und bin überrascht, wie viel noch da ist. Mit modernen Apps und Online-Übersetzungstools ist das Lernen heute viel effizienter als früher. Google Translate hilft auch super bei der Aussprache.
Spanisch mag zwar "einfacher" klingen, aber ehrlich gesagt - warum bei Null anfangen, wenn Sie schon französische Grundlagen haben? Die Grammatik kommt schneller zurück als man denkt. Und gerade mit 67 ist es doch toll, an alte Kenntnisse anzuknüpfen statt komplett neu zu starten.
Probieren Sie doch mal eine Woche lang eine Lern-App für beide Sprachen aus. Bei Französisch werden Sie merken, dass vieles wieder hochkommt. Das motiviert ungemein!
Viel Erfolg bei Ihrem Sprachenabenteuer!