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Warum verwechsle ich ständig 'ser' und 'estar' trotz Theorie?

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Sabine K.
Beiträge: 7
Themenstarter
(@sabinek)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#11]

Hallo zusammen,

ich kämpfe seit Monaten mit ser und estar und es macht mich echt fertig. Theoretisch weiß ich den Unterschied - ser für dauerhafte Eigenschaften und estar für temporäre Zustände bzw. Orte. Aber sobald ich spontan sprechen oder schreiben muss, verwechsle ich die beiden ständig.

Besonders schlimm wird es bei Sätzen wie 'La mesa es/está en la cocina' oder wenn ich beschreiben will, wie jemand aussieht vs. wie er sich gerade fühlt. Als Projektmanagerin bin ich es gewohnt, komplexe Zusammenhänge zu strukturieren, aber hier versagt meine Logik komplett.

Letzte Woche beim Lesen von García Márquez bin ich wieder über diese Konstruktionen gestolpert und habe gemerkt, wie wichtig sie für das Textverständnis sind. Ich brauche dringend einen praktischen Ansatz - die Grammatikregeln kenne ich auswendig, aber das hilft mir nicht beim intuitiven Anwenden.

Habt ihr vielleicht einen Trick entwickelt, wie man das wirklich verinnerlicht? Oder Übungen, die euch geholfen haben? Ich bin für jeden Tipp dankbar!


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1 Antwort
Klaus H.
Beiträge: 23
(@klaush)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Oh ja, das kenne ich! Hab auch jahrelang mit ser/estar gekämpft, bis ich mal eine App getestet hab, die das anders angegangen ist. Die meisten Programme pauken dir die Regeln ein, aber was mir wirklich geholfen hat: Ich hab angefangen, bewusst nur mit estar zu denken und ser als Ausnahme zu betrachten.

Also statt "ser für dauerhaft" zu denken, hab ich mir angewöhnt zu fragen: "Ist das etwas was sich ändern kann?" Wenn ja → estar. La mesa está en la cocina - könnte ja woanders stehen. Pero la mesa es de madera - das Material ändert sich nicht.

Bei Beschreibungen von Personen: María está guapa heute (sie hat sich schick gemacht) vs. María es guapa (sie ist generell eine schöne Frau).

Was bei mir den Durchbruch gebracht hat: Ich hab einfach wochenlang alles mit estar formuliert und dann bewusst korrigiert. Klingt bescheuert, aber irgendwann hat sich das Gefühl dafür eingestellt. Die Grammtikregeln allein bringen nix - da hast du völlig recht.


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