Hallo zusammen! Ich lerne seit ein paar Monaten Spanisch, hauptsächlich wegen Filmen und Serien auf Spanisch – mein Ziel ist irgendwann alles im Original zu verstehen, ohne Untertitel. Im Moment bin ich noch ziemlich am Anfang, Grundvokabeln, einfache Sätze, die üblichen Dinge.
Nun bin ich am Überlegen wie ich meine Lernmaterialien organisiere. Bisher habe ich alles wild in Notizen-Apps gespeichert, aber das wird unübersichtlich. Ich dachte an PDFs – entweder selbst erstellen (also eigene Vokabellisten, Grammatikzusammenfassungen usw.) oder fertige kostenlose PDFs aus dem Internet laden.
Hat jemand Erfahrung damit? Meine Überlegung ist: Selbst erstellen dauert zwar länger, aber vielleicht lernt man dabei auch schon? Andererseits findet man online bestimmt super aufbereitete Sachen, warum das Rad neu erfinden.
Konkret interessiert mich:
– Gibt es solide Quellen für fertige Spanisch-PDFs (Anfängerniveau, kostenlos)?
– Lohnt es sich wirklich, selbst welche zu erstellen oder verliert man da zu viel Zeit?
– Wie organisiert ihr eure Lernunterlagen generell?
Es ist gerade Sommer und ich hab ein bisschen mehr Zeit weil weniger läuft – wäre also ein guter Moment das System mal aufzusetzen. Danke schon mal!
Ich würde das pragmatisch angehen. Fertige PDFs für Grammatikstrukturen, selbst erstellt für Vokabeln. Warum? Weil Grammatikerklärungen entweder gut sind oder schlecht – da bringt es nichts eigene zu schreiben, wenn du noch nicht weißt ob dein Verständnis stimmt. Vokabellisten dagegen sind immer individuell, du lernst andere Wörter als ich, weil dein Kontext ein anderer ist.
Bei der Quellenfrage: Schau dir an was hinter einer Seite steckt. Ich hab das schon mal in einem anderen Thread ausgeführt – bei Sprachlern-Ressourcen generell sollte man auf Herausgeber achten, ob es eine Institution ist oder eine Privatperson ohne erkennbare Qualifikation: Woran merke ich seriöse Apps? Warnsignale bei Sprachlern-Software – das gilt analog für PDFs.
Für A1/A2 Spanisch sind PDFs von Verlagen wie Klett oder Cornelsen oft als Probekapitel frei verfügbar, das ist solide Qualität. Einfach auf deren Webseiten schauen.
Ich hab mich bei Deutsch-PDFs schon viel durch kostenlose Ressourcen gearbeitet und kenn das Thema von der anderen Seite – Kostenlose Deutsch-Grundlagen PDFs: Eure besten Empfehlungen – da haben wir einiges gesammelt. Für Spanisch gilt ähnliches: Die Qualität variiert enorm. Mein Tipp wäre wirklich bei offizielen Quellen anzufangen, dann weißt du dass die Inhalte stimmen. Selbst erstellen für Vokabeln ist sinnvoll sobald du etwas fortgeschrittener bist und weißt was du eigentlich brauchst – am Anfang hast du das Gefühl noch nicht so richtig.
Ich geb mal eine etwas andere Meinung ab: Ob PDF oder nicht ist eigentlich völlig egal. Das ist ein klassisches Prokrastinations-Setup – man beschäftigt sich mit dem *Organisieren* des Lernens statt mit dem Lernen selbst. Kenn ich von mir auch.
Nimm irgendwas, fang an, und optimier später. Wer erstmal drei Wochen damit verbringt das perfekte PDF-System aufzusetzen, hat in der Zeit kaum Spanisch gelernt. Das sage ich ohne Häme, aber der Sommer ist kurz.
Da muss ich SkeptikPod47 aber ein stück weit widersprechen. Ein Grundsystem am Anfang aufzubauen ist keine Prokrastination, sondern spart später Zeit. Wenn man chaotische Notizen hat verliert man irgendwann den Überblick und das demotiviert.
Aber ich stimm zu dass mans nicht übertreiben soll. Ich lern grade auch im Homeoffice und hab gemerkt – kurze klare Blätter pro Thema sind besser als ein Mega-Dokument das man nie wieder aufmacht. Also z.B. ein PDF nur zu ser/estar, eins zu Zahlen, eins zu Reflexivverben usw. Das kann man fertig runterladen oder schnell selbst zusammenstellen, je nachdem was man findet.
Bei der Hitze die wir gerade haben ist Lernen am Schreibtisch eh nur abends sinnvoll, aber das ist ein anderes Thema 😄