Das "halv"-System ist eigentlich gar nicht so schwierig, wenn man es erst mal richtig erklärt bekommt. Es ist dasselbe Prinzip wie im Deutschen "halb drei" – da meinen wir ja auch halb vor drei, also 2:30. Der Unterschied ist nur, dass Lernende das im Deutschen schon kennen, beim Norwegischen aber trotzdem stolpern, weil es ihnen neu vorkommt.
Ich würde empfehlen, die Uhrzeiten-Systematik einmal in Ruhe auf Papier aufzuschreiben: ganze Stunden, dann Halbstunden, dann Viertelstunden (kvart over, kvart på). Wenn man das einmal als Tabelle hat und ein paar Mal laut durchgeht, sitzt es eigentlich recht schnell.
Bei den Zahlen gilt ähnliches – die Systematik ist regelmäßig, also lohnt es sich, die Grundstruktur zu verstehen statt einzelne Zahlen auswendig zu lernen. Ab da geht es von selbst.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem strukturierten Online-Kurs, der genau solche Alltagsthemen wie Zahlen und Uhrzeiten systematisch aufbaut. Hat mir damals echt geholfen, den Überblick zu behalten: zur Demoversion
Ich seh das ein bisschen anders als Bernd oben – Zettel in der Wohnung finde ich gar nicht so schlecht! Kommt halt drauf an wie man sie benutzt. Wenn da einfach nur "tre = 3" steht und man drüberschaut, bringt das nichts. Aber ich hab mir zum Beispiel auf jede Uhr zuhause Post-its mit der norwegischen Uhrzeit geklebt, die dann gerade aktuell wäre – und hab das jeden Morgen kurz laut gesagt. Das ist aktiv genug um was zu bringen, finde ich.
Für den Urlaub im August: Üb besonders "Wann fährt der nächste Bus?" und Antworten drauf. Das ist so eine typische Situation wo man Uhrzeiten wirklich verstehen muss und nicht einfach nicken kann.