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Norwegisch oder Schwedisch als Sommerprojekt – wo fängt man leichter an?

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Marcus H.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@vocabgeek87)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#24]

Hey zusammen,

ich plane meinen Sommerurlaub dieses Jahr in Skandinavien und hab mir gedacht, ich nutze die ruhigeren Wochen im Juni/Juli mal dafür, endlich eine skandinavische Sprache anzugehen. Ich bin schon länger hin- und hergerissen zwischen Norwegisch und Schwedisch.

Beide klingen für mich als Deutschsprachiger erstmal gar nicht so abschreckend – viele Wörter erinnern mich an Englisch oder sogar ans Deutsche. Aber wenn ich mir Lernmaterialien anschaue, bekomme ich das Gefühl, dass da doch ziemliche Unterschiede liegen.

Konkret interessiert mich: Welche Sprache hat die 'einfachere' Grammatik für Einsteiger? Gibt es einen klaren Unterschied, was Aussprache, Grammatik oder verfügbare Lernmaterialien angeht? Ich hab gelesen, dass Norwegisch für Deutsche angeblich besonders zugänglich sein soll, aber ich weiß nicht ob das wirklich stimmt oder ob das einfach so ein Mythos ist.

Außerdem: Spielt es eine Rolle, welches Land ich eigentlich bereisen will? Ich überlege noch zwischen Norwegen (Fjorde, Bergen) und einem Schweden-Trip (Stockholm, Göteborg). Vielleicht ist das ja auch ein Argument.

Wer hat Erfahrung mit beiden Sprachen oder ist von einer zur anderen gewechselt? Würde mich über Einschätzungen freuen, gerne auch ehrliche Gegenmeinungen!


3 Antworten
Marco K.
Beiträge: 41
(@marcokeller)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich seh das etwas anders als Andreas oben – ich glaube, der Unterschied zwischen Norwegisch und Schwedisch ist für absolute Anfänger so marginal, dass man ihn kaum merkt. Ich hab beide mal angefangen und bin ehrlich gesagt bei keiner weit gekommen, weil mir nach ein paar Wochen immer die Puste ausgeht. Das ist übrigens ein Problem das ich auch hier mal ausführlicher beschrieben hab.

Mein Punkt: Wähle die Sprache, bei der du mehr Inhalt findest, der dich wirklich interessiert. Norwegische Podcasts, schwedische Serien, whatever. Wenn du nach drei Wochen Sommer keinen Drive mehr hast, nützt dir die 'einfachere' Grammatik auch nichts. Die Motivation ist langfristig wichtiger als der leichtere Einstieg.


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 13
(@klausi_1973)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich lern ja gerade Französisch (wie manche hier vielleicht wissen) und hab nebenbei mal ein bisschen in Norwegisch reingeschnuppert. Muss sagen: Der Unterschied zu Französisch ist krass. Norwegisch liest sich für uns Deutsche wirklich fast intuitiv manchmal.

Ob jetzt Schwedisch oder Norwegisch leichter ist, da tu ich mich schwer mit ner klaren Antwort. Kommt meiner Meinung nach auch stark drauf an, womit du als erstes in Kontakt kommst – also ob du Musik, Serien oder Podcasts in der einen oder anderen Sprache findest, die dir gefällt. Das zieht dann natrülich.

Für den Sommerurlaub würd ich ehrlich gesagt einfach das nehmen was zum Reiseziel passt. Sprache vor Ort hören macht so viel aus.


Antwort
Andreas K.
Beiträge: 39
(@andreas82)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage – ich hab mich das vor einem Weilchen bei meinem eigenen Lerneinstieg auch gefragt.

Kurze Einschätzung aus meiner Erfahrung: Norwegisch (Bokmål) hat gefühlt eine etwas entspanntere Grammatik als Schwedisch. Der Grund ist simpel – beim Norwegischen sind viele Flexionen weggefallen, die im Schwedischen noch stärker durchscheinen. Für den absoluten Anfang macht das einen echten Unterschied, weil man schneller zu lesbaren Sätzen kommt.

Die Aussprache ist bei Schwedisch für viele Deutschsprachige anfangs trickier, weil der Tonakzent (ja, Schwedisch hat zwei verschiedene Satzmelodie-Typen) erstmal komisch klingt. Norwegisch hat das zwar auch, aber viele Anfänger kommen trotzdem schneller ins Mitlesen.

Ich würde sagen: Wenn du nach Bergen oder in die Fjorde willst, nimm Norwegisch – nicht nur wegen der Sprache, sondern weil die Motivation, vor Ort tatsächlich etwas zu verstehen, riesig ist. Das hab ich übrigens auch schon im Thread über erste Lernschritte erwähnt: Der Kontext, für den man lernt, ist entscheidend.

Beide Sprachen öffnen dir übrigens grob die Tür zur jeweils anderen – also du verlierst nie.


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