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Redewendungen oder Grammatik zuerst? Nach Sprachpause neu orientieren

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Renate H.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@renate-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#91]

Hallo zusammen,

ich wage mich nach einer längeren Pause wieder ans Sprachenlernen heran und möchte mein Spanisch auffrischen sowie Niederländisch und Norwegisch neu entdecken. Jetzt bin ich aber unsicher, wie ich das sinnvoll angehe.

Meine Frage: Soll ich mich als Anfängerin bei den neuen Sprachen (besonders Niederländisch und Norwegisch) erst mal mit solider Schulgrammatik befassen – Präsens, Fälle, Satzstellung, die Basics eben – oder macht es mehr Sinn, von Anfang an mit praktischen Redewendungen zu starten? Also Sätze wie "Wie heißt du?" oder "Wo ist die Toilette?" statt Plusquamperfekt und Konjunktiv.

Ich habe das Gefühl, dass Redewendungen motivierender sind und schneller zu echten Erfolgserlebnissen führen. Andererseits will ich nicht irgendwelche fehlerhaften Gewohnheiten entwickeln, wenn ich die Grammatik nicht von Grund auf verstehe.

Welcher Weg hat bei euch besser funktioniert? Und gibt es Unterschiede zwischen den Sprachen – ist es beim Norwegischen anders als beim Niederländischen?

Freue mich auf eure Erfahrungen!


2 Antworten
Sarah M.
Beiträge: 9
(@sarahmueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hey Renate,

da bin ich völlig bei dir mit der Motivation durch Redewendungen! Ich lerne gerade Französisch, Niederländisch und Türkisch von Grund auf, und ich hab gemerkt: Wenn ich direkt mit alltäglichen Sätzen anfange, macht mir das viel mehr Spaß. Du kannst die Grammatik ja parallel miteinbinden, ohne sie als separate, trockene Blöcke zu pauken.

Bei mir funktioniert es so, dass ich zuerst lerne, wie man sich vorstellt oder nach dem Weg fragt – echte Situationen eben. Dann fällt mir die Grammatik dahinter viel leichter zu verstehen, weil ich ein Ziel habe. "Warum brauche ich den Nominativ?" – weil ich eine bestimmte Redewendung korrekt sagen will.

Für Niederländisch würde ich das genauso empfehlen wie für Norwegisch. Beide profitieren davon, dass du schnell kleine Unterhaltungen führen kannst, auch wenn die Grammatik noch nicht zu 100% sitzt.


Antwort
Helmut K.
Beiträge: 34
(@sprachgenuss67)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Renate, gute Frage! Als ich mit Spanisch und Italienisch angefangen habe, bin ich tatsächlich erst mal mit strukturierter Grammatik reingegangen – Präsens, Artikel, die Basics. Das hat mir persönlich sehr geholfen, weil ich als ehemaliger Ingenieur einfach ein System brauche, um das alles zu sortieren.

Aber ehrlich gesagt: Das hängt vom Lerntyp ab. Manche lernen besser bottom-up mit Redewendungen, andere brauchen die Struktur zuerst. Beim Norwegischen würde ich allerdings sagen, dass du mit ein paar grammatikalischen Grundlagen anfangen solltest, weil die nordischen Sprachen doch etwas komplexer sind als manchmal gedacht – Fälle, Wortstellung.

Mein Tipp: Kombinier beides. Ein paar Wochen Basis-Grammatik, dann direkt praktische Szenen dazu. So schaffst du dir das Fundament und hast gleichzeitig echte Anwendungsfälle.


Antwort

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