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Dänisch als Sommerprojekt – realistisches Ziel für Alltagsgespräche?

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Sabine W.
Beiträge: 45
Themenstarter
(@s-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#36]

Hallo zusammen,

ichbin gerade dabei, mir für den Sommer ein Lernprojekt vorzunehmen, und habe mich für Dänisch entschieden. Der Auslöser war ehrlich gesagt unser geplanter Urlaub im August – wir fahren mit der Familie für zwei Wochen nach Jütland, und ich würde gerne nicht komplett auf Englisch angewiesen sein.

Jetzt frage ich mich aber, ob das überhaupt realistisch ist. Ich meine nicht fließend oder besonders gut – mir geht es wirklich nur darum, im Alltag klarzukommen. Also Smalltalk mit Einheimischen, Einkaufen, vielleicht mal eine kurze Unterhaltung im Restaurant oder an der Rezeption. Nicht mehr.

Ich habe bisher keine Erfahrung mit skandinavischen Sprachen, lerne aber gerade parallel noch Englisch weiter (da bin ich schon gut, aber ich übe es weiter). Deutsch ist natürlich meine Muttersprache.

Bis zum Urlaub habe ich noch etwa 10 Wochen. Ich könnte realistisch 30-45 Minuten täglich investieren, vielleicht am Wochenende etwas mehr. Manche sagen, Dänisch sei für Deutsche gar nicht so schwer wegen der sprachlichen Verwandtschaft. Andererseits höre ich immer wieder, dass die Aussprache einem schnell den Spaß verdirbt.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Lohnt es sich, in 10 Wochen gezielt auf Alltagsgespräche hinzuarbeiten, oder ist das einfach zu wenig Zeit? Über ehrliche Einschätzungen würde ich mich sehr freuen.


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2 Antworten
Thomas K.
Beiträge: 14
(@sprachchef47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da muss ich FelixTech91 zustimmen, aber einen Punkt möchte ich ergänzen: Unterschätze nicht, wie anders Dänisch klingt im Vergleich zu dem, was man liest. Das schriftliche Dänisch und das gesprochene Dänisch sind wirklich zwei verschiedene Welten. Ich hab das selbst erlebt – man lernt Wörter, glaubt sie zu kennen, und versteht dann trotzdem kein Wort wenn ein Muttersprachler spricht.

Für einen Urlaubsaufenthalt in Jütland ist das aber weniger dramatisch als in Kopenhagen. Jutländer sprechen oft etwas klarer und langsamer, zumindest nach meiner Erfahrung.

Was Apps und Methoden angeht, hab ich dazu schon anderswo meine Meinung geäußert – kostenlose Tools können durchaus mithalten, wenn man sie richtig einsetzt (siehe auch Bezahl-Apps lohnenswert oder sind kostenlose wirklich gut genug?). Das gilt für Dänisch genauso.

Also: Ziel Alltagskonversation in 10 Wochen – machbar, aber mit realistischen Erwartungen. Du wirst keine fließenden Gespräche führen, aber für den Urlaub sollte es dicke reichen.


Antwort
Felix T.
Beiträge: 11
(@felixtech91)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurze Antwort: Ja, 10 Wochen reichen für Alltagssituationen – aber nur wenn du gezielt vorgehst und keine Zeit mit Grammatikbüchern verschwendest. Ich hab damals Französisch ähnlich angegangen (hatte da auch einige Fragen zur Grammatik, z.B. zu Artikeln – wer das kennt, weiß wie ablenkend das sein kann), und der Fehler war immer, zu viel auf einmal zu wollen.

Für Dänisch konkret: Die Verwandtschaft zum Deutschen hilft wirklich, besonders beim Vokabular. 'Hus' für Haus, 'vand' für Wasser – vieles erschließt sich schnell. Das gibt einem am Anfang einen echten Motivationsschub.

Die Aussprache ist ne andere Sache. Da wird man in 10 Wochen nicht perfekt sein, aber für Restaurant und Rezeption reicht's wenn man die wichtigsten Phrasen drauf hat. Dänen sind da auch entspannt, die freuen sich eher wenn Touristen überhaupt versuchen was auf Dänisch zu sagen.

Mein Tipp: Erste 3-4 Wochen Grundvokabular und häufigste Sätze, danach so schnell wie möglich echtes Hören üben – Podcasts, kurze Videos. 30-45 Min täglich ist absolut machbar wenn du konsequent bleibst.


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