Ich bin gerade mit Norwegisch gut vorangekommen und jetzt schlägt mir jeder vor, Dänisch als 'nächsten einfachen Schritt' zu nehmen. Alle sagen: 'Ist ja fast das gleiche, dauert höchstens 2-3 Monate bis du was verstehst.' Das höre ich aber auch beim Polnisch, und dort war es dann doch komplizierter als versprochen.
Meine Frage: Wie viele Stunden Input brauchst du REALISTISCH, um im Dänischen von null auf 'ich kann mich im Restaurant verständigen' zu kommen – wenn du schon Norwegisch sprichst? Zählen wir aktiv üben, nicht rumschauen.
Was mich speziell interessiert: Reicht die Ähnlichkeit zu Norwegisch wirklich aus, dass man schneller vorankommt, oder sind die Unterschiede (Aussprache, Grammatik) groß genug, dass ich nicht viel Zeit spare? Ich plane intensiv für August und September, aber möchte realistisch bleiben und nicht wieder in die 'zwei Wochen und ich spreche fließend'-Falle tappen. Wer hat das schon gemacht und kann konkrete Zahlen liefern?
Gerhard K., ich hab das zwar nicht mit Norwegisch-Dänisch gemacht, aber ich hab verschiedene Tools und Methoden beim Sprachenlernen systematisch verglichen und kann zumindest dazu was sagen: Die "paar Monate"-Aussagen sind meistens Quatsch, weil sie den Unterschied zwischen passivem Verstehen und aktiver Kommunikation ignorieren.
Beim Lesen wirst du als Norwegischsprecher wahrscheinlich relativ schnell Fortschritte merken – das ist bei verwandten Sprachen messbar kürzer. Aber die dänische Aussprache ist nochmal ein eigenes Thema, das unterschätzt wird. Da hilft dir Norwegisch kaum.
Ich würde für "Restaurant-Level" eher mit 80-120 Stunden echtem aktivem Input kalkulieren, nicht 40-50. Und mit "aktiv" mein ich wirklich sprechen/hören, nicht Text lesen. Wenn du August und September intensiv planst, also sagen wir 1-2 Stunden täglich, ist das realistisch machbar – aber nur wenn du von Anfang an Hörmaterial und echte Gespräche priorisierst. Reine App-Arbeit reicht da nicht.