Nach 40 Jahren im Lehrberuf würde ich sagen: Diese Debatte ist so alt wie der Fremdsprachenunterricht selbst. Was ich in meiner Praxis immer wieder beobachtet habe – und was auch meiner eigenen Erfahrung mit dem Italienischen entspricht – ist, dass der Einstieg über Bedeutung und echte Kommunikation langfristig tragfähiger ist als das Pauken von Regelwerken. Grammatik braucht man, aber sie entfaltet sich sinnvoller, wenn man schon etwas zu sagen hat.
Beim Schwedischen würde ich persönlich empfehlen, früh kurze, bedeutungsvolle Texte zu lesen – auch wenn man noch vieles nachschlagen muss. Das Gehirn sucht sich die Muster dann selbst heraus, zumindest teilweise. Vokabelarbeit komplett ohne Kontext halte ich nach allem was ich erlebt habe für wenig nachhaltig.