Ich bin gerade dabei, parallel Dänisch, Türkisch und Polnisch zu lernen und teste systematisch verschiedene Lernmethoden. Aktuell stehe ich vor der Entscheidung zwischen Anki und Duolingo für den reinen Vokabelaufbau in den Grundlagen.
Mein bisheriger Eindruck: Duolingo ist motivierender (Streaks, Punkte, spielerischer Aufbau), aber ich habe das Gefühl, dass die Vokabeln nicht so tief haften wie mit Anki, wo ich die Wiederholungsintervalle selbst kontrolliere und echte Flashcards nutze. Andererseits kostet Anki organisatorisch mehr Zeit – ich muss Decks selbst pflegen oder importieren.
Meine Frage: Gibt es Studien oder praktische Erfahrungen, ob eine der beiden Methoden nachweislich besser für Sprachanfänger funktioniert? Oder ist es sowieso egal, solange man regelmäßig dabei bleibt? Ich möchte hier kein Experiment über 6 Monate fahren, sondern gezielt investieren.
Hey Markus B., ich bin selbst noch ziemlich am Anfang (lerne gerade Spanisch), also kann ich keinen großen Methodenvergleich liefern – aber ich finds total interessant, dass du das so strukturiert angehst!
Was ich bisher gemerkt habe: Duolingo macht mir persönlich viel mehr Spaß, weil ich dabei auch immer so Einblicke in die Kultur kriege, und das motiviert mich wirklich. Ob die Vokabeln tief genug haften, kann ich noch nicht beurteilen ehrlich gesagt.
Was ich aber gelesen habe ist, dass Spaced Repetition (also das Prinzip hinter Anki) wissenschaftlich ziemlich gut belegt ist fürs langfristige Merken. Duolingo nutzt das im Hintergrund auch irgendwie, aber weniger konsequent.
Vielleicht wäre eine Kombination für dich sinnvoll? Anki für gezielten Vokabelaufbau, Duolingo eher nebenbei für Motivation und Kontext? Klingt aufwendig, ich weiß – aber du lernst ja auch gleich drei Sprachen auf einmal, das ist eh schon ambitioniert 😄