Hallo zusammen,
ich lerne seit etwa zwei Monaten Schwedisch und hänge gerade bei den Artikeln en und ett fest. Ich verstehe das Prinzip – en für Utrum, ett für Neutrum – aber ich kapiere nicht, wie ich das beim Lernen neuer Vokabeln am besten verankere. Im Moment schreibe ich mir Wörter einfach auf Karteikarten, aber ich vergesse dabei ständig den Artikel oder lerne ihn falsch mit.
Bei Deutsch lernt man das ja auch irgendwie "mit" dem Wort, also der Tisch, die Lampe usw. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich da eine echte Methode hatte – ich wusste es einfach weil es meine Muttersprache ist. Bei Schwedisch fehlt mir das natürlich komplett.
Ich hab gelesen, dass etwa 75% der schwedischen Wörter en-Wörter sind, also wäre ett schon die Ausnahme. Aber irgendwie hilft mir das wenig, wenn ich vor einem konkreten Wort stehe und keine Ahnung habe ob es jetzt en oder ett ist.
Hat jemand einen guten Lerntrick? Schreibt ihr immer gleich den Artikel mit auf? Benutzt ihr bestimmte Apps oder Methoden, die das erleichtern? Ich plane über den Sommer noch richtig Gas zu geben bevor im Herbst die Arbeit wieder mehr wird – wäre also guter Zeitpunkt um da eine solide Grundlage aufzubauen.
Danke schonmal!
Kurz und knapp: Immer den Artikel mitlernen, von der ersten Vokabel an. Wer das von Anfang an konsequent macht, hat später viel weniger Probleme. Das ist bei fast jeder Sprache mit grammatikalischem Geschlecht so.
Hi Markus, ich kenn das Problem gut! Ich lerne gerade auch noch Schwedisch parallel zu Englisch und diese Artikel-Sache hat mich anfangs auch genervt.
Was mir wirklich geholfen hat: Ich lerne Vokabeln grundsätzlich NIE ohne Artikel. Also nicht "hund" sondern immer "en hund". Das klingt banal, aber man muss sich wirklich dazu zwingen, weil man beim Lernen oft nur auf das eigentliche Wort fokussiert.
Auf Karteikarten schreibe ich deshalb "en hund = der Hund" – der deutsche Artikel hat dabei nichts mit dem schwedischen zu tun, aber der Artikel steht eben immer mit dran. Nach einer Weile fühlt sich "hund" ohne "en" davor komisch an, das ist dann ein gutes Zeichen.
Für die 75%-Regel: ja, das stimmt ungefähr, aber ich würde mich da nicht drauf verlassen. Lieber einmal zu oft nachschlagen als falsch lernen. Wenn man erstmal einen falschen Artikel im Kopf hat, ist das schwer wieder rauszukriegen.
Ich lern seit nem halben Jahr Schwedisch und ehrlich gesagt hab ich das en/ett-Problem einfach... akzeptiert? Ich mein das nicht negativ.
Am Anfang hab ich mir auch Druck gemacht, aber dann hab ich gemerkt dass Schweden im Gespräch super tolerant sind wenn man den falschen Artikel benutzt – die verstehen einen trotzdem. Das hat mich entspannt und seitdem lern ichs tatsächlich schneller, weil ich nicht mehr mit Angst drauf guck.
Trotzdem: Artikel immer mitlernen ja, das ist Pflicht. Aber nicht verzweifeln wenn man mal falsch liegt.
Ich schreib kurz was dazu weil ich das bei mir ähnlich erlebt hab. Ich bin eigentlich eher der Typ der mit Serien lernt (hab da schonmal einen Thread dazu gelesen), aber Artikel musste ich dann doch auf die altmodische Art lernen.
Mein Trick: Ich markiere ett-Wörter auf meinen Notizen mit einem farbigen Stift, extra auffällig. Weil die seltener sind, fällt das ins Auge. Wenn kein Marker dran ist, ist es en. Das ist bei mir erstaunlich gut hängen geblieben, ich weiß nicht warum genau, aber das visuelle Muster scheint zu helfen.
Klingt vielleicht albern aber probiers mal aus. Hat nichts gekostet außer ein bisschen Zeit.