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Erste echte Unterhaltung auf Schwedisch - realistisch nach wie vielen Wochen?

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Klaus M.
BeitrÀge: 13
Themenstarter
(@klausi_1973)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#26]

Hallo zusammen,

ich bin seit etwa drei Wochen dabei, Schwedisch zu lernen. Habe mir vorgenommen, das als Sommerprojekt durchzuziehen - die Hitze macht sowieso alles andere gerade schwer, also warum nicht sinnvoll die Zeit nutzen, solange man eh drin sitzt 😅

Mein Ziel ist eigentlich gar nicht so hochgesteckt: Ich will im nĂ€chsten Sommer (2027 ist geplant) eine Woche in Schweden verbringen und dort wenigstens einfache Unterhaltungen hinbekommen. Also sowas wie: sich vorstellen, nach dem Weg fragen, im Restaurant bestellen, ein bisschen Smalltalk. Nicht Literatur lesen oder tiefgrĂŒndige GesprĂ€che fĂŒhren, das erwarte ich gar nicht.

Jetzt frage ich mich aber, ob das ĂŒberhaupt realistisch ist. Ich lerne tĂ€glich so 20-30 Minuten, ab und zu auch mal ne Stunde wenn ich Zeit habe. Ich bin kein totaler Sprachlernprofi, aber komplett neu bin ich auch nicht - Englisch geht gut, ein bisschen NiederlĂ€ndisch hab ich frĂŒher mal gemacht.

Also: Wann habt ihr eure erste echte (wenn auch holprige) Unterhaltung auf Schwedisch gefĂŒhrt? Ich meine nicht "hej" und "tack" sondern wirklich ein paar SĂ€tze raus-und-reinbekommen. Und was hat dabei am meisten geholfen? Bin fĂŒr jeden Erfahrungsbericht dankbar!

Viele GrĂŒĂŸe
Klausi


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6 Antworten
Klaus M.
BeitrÀge: 39
(@spielfix_1975)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Also ich sag mal so: kommt mega drauf an was du machst in der Zeit. Ich hab damals mit Portugiesisch (da hab ich im Forum hier auch mal nen Thread dazu gehabt) nach 6 Wochen gedacht ich komm nie auf nen grĂŒnen Zweig. Schwedisch soll aber deutlich zugĂ€nglicher sein.

Bei mir persönlich hat am meisten geholfen: einfach drauflosreden, auch wenn's falsch ist. Klingt banal aber ich hab zu lange gewartet bis ichs "perfekt" konnte - und das Perfekte kam nie solange ich nicht angefangen hab zu labern 😄

FĂŒr dein Ziel (einfacher Urlaubsalltag) wĂŒrd ich sagen: 3-4 Monate mit Fokus aufs Sprechen sind realistisch. Du hast mehr als genug Zeit bis 2027.


Antwort
Marco K.
BeitrÀge: 41
(@marcokeller)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich kenn das GefĂŒhl gut - ich hab schon öfter Sprachen angefangen und mich dann gefragt ob ich ĂŒberhaupt jemals was sagen werde können (hab dazu auch mal was im Forum geschrieben, das war eher eine Motivationskrise 😅).

Bei Schwedisch hab ich nach etwa 10 Wochen das erste Mal wirklich einen kleinen Dialog gefĂŒhrt - nicht perfekt, aber die andere Person hat mich verstanden und geantwortet. Das war so ein Moment wo man merkt: aha, es funktioniert doch.

Was bei mir den Unterschied gemacht hat: Ich hab aufgehört, nur zu lernen und angefangen, auch wirklich zu sprechen. Laut mit sich selber reden klingt komisch, hilft aber enorm. Einfach beschreiben was man gerade macht, was man sieht. FĂŒhl dich nicht blöd dabei, das macht jeder der ernsthaft lernt.

Dein Ziel ist total realistisch. FĂŒr Urlaub-AlltagsgesprĂ€che reicht eigentlich schon ein recht ĂŒberschaubares Repertoire.


Antwort
Marco K.
BeitrÀge: 24
(@marcok83)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Da muss ich D.Krueger oben kurz ergÀnzen: die Sache mit dem Mut ist wirklich der Knackpunkt. Ich hab beim Englischlernen ewig gewartet bis ichs "richtig" konnte - hat mich ne Menge Zeit gekostet.

Bei Schwedisch wĂŒrd ich sagen: nach 2 Monaten ersnthafter Arbeit kannst du einfache Sachen sagen. Ob das eine "echte Unterhaltung" ist, liegt auch dran wie dein GesprĂ€chspartner drauf ist - Schweden switchen oft schnell auf Englisch wenn sie merken dass du AuslĂ€nder bist. Das kann demotivierend sein aber das ist keine Frage deines Lernstands sonder deren Hilfsbereitschaft 😄


Antwort
Karl-Heinz M.
BeitrÀge: 21
(@mundart_karl_1951)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Nun, ich bin zwar kein Schwedisch-Lerner, aber ich beschÀftige mich schon viele Jahre mit Sprachenlernerei und habe dabei einiges beobachtet.

Eine erste echte Unterhaltung - also wirklich ein Hin und Her, kein bloßes Vorlesen auswendig gelernter Phrasen - das ist meiner Erfahrung nach eine Frage der Methode mehr als der Zeit. Ich habe Leute gesehen, die nach vier Monaten mĂŒhsam kaum zwei SĂ€tze herausbrachten, und andere, die nach acht Wochen kleine GesprĂ€che fĂŒhrten. Der Unterschied war immer: die Zweiten haben frĂŒh angefangen zu sprechen, auch wenn es holprig war.

Schwedisch hat fĂŒr uns Deutsche den Vorteil, dass viele Wörter zumindest im Schriftbild erkennbar sind. Die Aussprache ist anfangs ungewohnt, aber kein unĂŒberwindbares Hindernis.

FĂŒr einen Sommerurlaub brauchen Sie keine Perfektion - Sie brauchen Mut und ein paar hundert solide SĂ€tze. Das kriegt man in einem Jahr locker hin, wenn man nicht aufgibt.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem strukturierten Online-Kurs, der einen wirklich systematisch durch die Grundlagen fĂŒhrt – das hat mir geholfen, viel schneller sprechfertig zu werden als mit zufĂ€lligem Vokabellernen. Schau mal hier rein: Zum Schwedisch Sprachkurs


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