Hallo zusammen,
ich starte nach 15 Jahren Sprachenpause neu durch – parallel mit Türkisch und Portugiesisch. Das ist für mich ein großes Abenteuer und ich möchte es dieses Mal richtig angehen.
Jetzt habe ich überall gelesen, dass die "500 wichtigsten Wörter" angeblich 80% aller Alltagskommunikation abdecken. Aber welche Wörter sind das wirklich? Und wie unterscheidet sich das zwischen den Sprachen?
Mein Problem: Ich habe verschiedene Listen gefunden – manche sind nach Häufigkeit sortiert, andere thematisch (Essen, Familie, Einkaufen). Im August habe ich relativ viel Zeit, möchte aber nicht auf "Liste Nummer 7" vertrauen, wenn es vielleicht eine bessere Methode gibt.
Wie bindet ihr solche Kernvokabeln sinnvoll in euren Alltag ein? Macht ihr täglich 10 neue Wörter? Oder eher konzentriert auf eine Kategorie?
Wäre dankbar für praktische Tipps von Leuten, die diesen Weg schon gegangen sind!
Viele Grüße,
Ursula
Liebe Ursula,
glückwunsch zum Neustart – das ist eine mutige Entscheidung! Ich lerne selbst schon lange und kann dir aus Erfahrung sagen: Die Listen sind oft Quatsch, wenn sie nicht zu deinem Leben passen.
Mein Tipp: Vergiss die isolierten 500er-Listen. Stattdessen sammel deine eigenen Wörter aus Situationen, die dich interessieren. Wenn du gerne kochst, lernst du Küchenvokabeln. Wenn du shoppen gehst, Einkaufsvokabeln. Das sitzt viel besser.
Bei meinem Dänisch-Lernen und auch früher beim Portugiesisch habe ich gemerkt: Die ersten 100–150 Wörter sind universal (Grüße, Zahlen, "Ja"/"Nein", Familie). Dann wird's individuell. Ich hatte seinerzeit einen Thread zu Grammatikbüchern für Portugiesisch gemacht – da ging es auch um kontextuales Lernen.
Mein Rat für dich: Mach täglich 5–7 Wörter, die du *aktiv* brauchst oder brauchst werden. Das ist nachhaltiger als 50 passive Wörter. Nach 3–4 Wochen sieht das schon anders aus.
Viel Erfolg!