Moin Leute,
plane für den Sommer ein kleines Italienisch-Projekt, da ich im September nach Rom will. Bei der Hitze momentan ist Lernen am Schreibtisch echt zäh, deswegen schaue ich nach Apps für unterwegs oder abends auf der Couch.
Habe mir Duolingo und Babbel angeschaut. Duolingo ist kostenlos, hat aber ziemlich viel Werbung und die Lektionen sind sehr kurz. Babbel kostet 12€/Monat, sieht aber professioneller aus. Dann gibt es noch Busuu und andere, aber da kenne ich mich nicht aus.
Meine VHS macht zwar auch Kurse, aber die sind erst wieder ab September und ehrlich gesagt habe ich keine Lust, bei 35 Grad in einem stickigen Klassenraum zu sitzen. Online-Kurse kosten gleich 200-300€, das ist mir erstmal zu viel Risiko.
Was sind eure Erfahrungen? Reicht eine kostenlose App für die Basics oder sollte man gleich in eine bezahlte investieren? Und wie sieht es mit der Motivation aus - haltet ihr bei Apps länger durch als bei Büchern?
Freue mich auf eure Tipps!
Klaus
Servus Klaus,
hab schon öfter über solche Themen geschrieben. Apps sind schön und gut, aber die haben alle denselben Haken: Dir fehlt die Struktur und vor allem das Feedback. Wie ich neulich schon mal erklärt hab, ist der Unterschied zwischen kostenlos und professionell oft größer als man denkt.
Mein Tipp: Fang mit Duolingo an, aber hol dir zusätzlich ein ordentliches Lehrbuch. "Espresso" ist gut für Anfänger. Das kostet 20€ und gibt dir die Grammatik-Grundlage, die keine App richtig vermittelt.
Bei der Hitze kann ich verstehen, dass man nicht in die VHS will. Aber September kommt schneller als du denkst - vielleicht doch parallel anmelden? Ein echter Kurs bringt dich weiter als jede App.
Grüße
Karl
Hey Klaus!
Kann Hildegard nur zustimmen - Babbel ist definitiv besser strukturiert als Duolingo. Hab beide ausprobiert und bei Duolingo hatte ich nach nem Monat das Gefühl, nur Wörter zu sammeln ohne wirklich zu verstehen warum.
Aber aufpassen: Bei Babbel zahlst du monatlich, auch wenn du mal ne Woche nicht lernst. Bei mir wars dann tote Investition, weil ich im Urlaub eine Pause gemacht hab und danach schwer wieder reingekommen bin.
Mein Kompromiss: Italienisch-Podcast + kostenlose App. "Coffee Break Italian" ist super für unterwegs und bei der Hitze kannst du das auch abends beim Spaziergang hören. Kombiniert mit Duolingo für die Basics funktioniert das ganz gut.
Für Rom brauchst du eh hauptsächlich Touristen-Phrasen - da reicht auch kostenloses Material völlig!
LG Lara
Hallo Klaus,
kann dich sehr gut verstehen mit der Hitze! Ich sitze auch lieber im klimatisierten Wohnzimmer als in überhitzten Räumen. Hatte vor ein paar Wochen schon mal geschrieben, dass ich bei diesem Wetter auch auf mobile Lösungen umgestiegen bin.
Zu deiner Frage: Ich habe mit Duolingo angefangen und bin nach drei Monaten zu Babbel gewechselt. Duolingo ist super zum Reinschnuppern, aber die Grammatik-Erklärungen sind sehr dünn. Bei Babbel bekommst du richtige Lektionen mit Erklärungen, warum etwas so ist. Das hat mir sehr geholfen.
Allerdings - und das ist wichtig - keine App ersetzt echte Konversation. Für deinen Rom-Trip reicht Babbel aber völlig, um die Grundlagen zu schaffen. Die 12€ sind gut investiert, wenn du wirklich dabei bleibst. Probier vielleicht erstmal den kostenlosen Probezeit aus?
Viel Erfolg!
Hildegard
Hallo Klaus,
da muss ich aber LaraK92 widersprechen - nur mit Touristen-Phrasen kommst du nicht weit! Ich hab letztes Jahr genau den Fehler gemacht und dachte, ein bisschen "dove" und "quanto costa" reicht. War dann in Florenz ziemlich aufgeschmissen.
Mein Rat: Investier in einen strukturierten Ansatz. Egal ob App oder Kurs, aber mit System. Bei mir hat eine Kombination aus Babbel und wöchentlichen Online-Stunden über Preply gut funktioniert. Die Einzelstunden kosten nur 10-15€ und du übst das Sprechen.
Bei der Sommerhitze ist das auch entspannter als Präsenzkurse. Einfach abends bei offenem Fenster und einem kühlen Getränk - so macht Lernen sogar Spaß!
Buona fortuna!
Petra