Türkisches Alphabet...
 
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[Gelöst] Türkisches Alphabet: Welche Buchstaben klingen NICHT wie erwartet?

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Felix T.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@felixtech91)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#26]

Hey zusammen,

ich hab mir diesen Sommer vorgenommen, endlich Türkisch anzugehen – quasi mein Sommerprojekt 2026, bevor ich im August vielleicht in die Türkei fliege. Hab schon ein paar YouTube-Videos geguckt und dachte erst, das Alphabet wäre easy, weil es ja lateinische Buchstaben benutzt. Tja, Pustekuchen.

Mein Problem: Ich lese einen Buchstaben und spreche ihn aus wie im Deutschen – und dann höre ich in Videos was komplett anderes. Zum Beispiel das 'c' ohne Häkchen – ich hätte geschworen das ist wie unser 'k' oder 'ts', aber nein. Und das 'ğ' am Ende von Wörtern – was ist da überhaupt los? Das scheint manchmal fast zu verschwinden?

Auch das große und kleine 'i' verwirrt mich total. Ich meine, ich hab schon gelesen dass es einen Unterschied gibt, aber beim Tippen oder Lesen tu ich mich schwer das überhaupt auseinanderzuhalten.

Welche Buchstaben haben euch als Anfänger am meisten Probleme gemacht? Und gibt es irgendwelche Eselsbrücken oder Tricks, wie ihr euch die richtige Aussprache gemerkt habt? Bin für jeden Hinweis dankbar, der mich nicht gleich in den ersten Gesprächen wie ein totaler Tourist klingen lässt (na gut, bin ich ja, aber ihr wisst was ich mein 😄).


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6 Antworten
Lara K.
Beiträge: 29
(@larak92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das kenn ich gut! Ich hab mich damals auch kurz von dem 'c' verunsichern lassen. Im Türkischen ist 'c' wie unser 'dsch' – also 'cam' klingt ungefähr wie 'Dscham'. Das 'ç' mit Häkchen ist dann das 'tsch' wie in 'Tschüss'. Wenn du dir das einmal klar gemacht hast, geht's eigentlich.

Beim 'ğ' (yumuşak g) stimmt deine Beobachtung: Es verlängert einfach den vorhergehenden Vokal, man spricht es meist gar nicht aktiv aus. Zum Beispiel 'dağ' (Berg) – das 'ğ' macht das 'a' länger, mehr nicht.

Ich hab mir das ehrlich gesagt über viele YouTube-Videos erarbeitet, ganz ohne teuren Kurs. Hatte mal diesen Thread über 300€ Onlinekurse gelesen und bin dann auch bei kostenlosen Quellen geblieben – hat gut funktioniert für die Grundlagen. Für die Aussprache find ich Hörbeispiele sowieso wichtiger als jede Erklärung.


Antwort
Karl-Heinz M.
Beiträge: 21
(@mundart_karl_1951)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Als jemand der sich schon länger mit Mundarten beschäftigt, interessiert mich das türkische Alphabet auch aus einem anderen Blickwinkel: Das Türkische wurde ja erst 1928 auf lateinische Schrift umgestellt, vorher war es arabische Schrift. Atatürk hat das durchgesetzt und die Buchstaben wurden damals sehr bewußt so gewählt, dass sie möglichst genau zum Lautsystem passen. Deshalb ist die Aussprache eigentlich relativ konsequent – viel konsequenter als im Deutschen oder Englischen wo die Orthographie ein historisches Chaos ist.

Das 'ğ' zum Beispiel – Karl schreibt oben dass es regional variiert, das stimmt, aber als Lernender kann man sich merken: einfach den vorherigen Vokal dehnen und den Buchstaben selbst ignorieren. Das funktioniert für 90 Prozent der Fälle.

Für einen Urlaubstrip im August würde ich sagen: Konzentriere dich auf 'c', 'ç', 'ş', 'ğ' und das 'ı' – das sind die fünf Knackpunkte. Den Rest buchstabiert man ohnehin ähnlich wie im Deutschen.


Antwort
Maria K.
Beiträge: 19
(@maria-koller)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich find das Thema super wichtig weil ich selbst gemerkt hab dass man schlechte Aussprachegewohnheiten die man am Anfang lernt später kaum noch loswird. Bei mir war das Spanisch – da hab ich am Anfang das 'r' einfach ignoriert und das zieht sich bis heute manchmal durch.

Beim Türkischen würde ich sagen: Das 'v' klingt oft eher wie ein weiches 'w', nicht wie unser hartes deutsches 'v'. Und das 'r' wird immer gerollt, auch am Wortende – anders als im Deutschen wo wir das oft verschlucken.

Den größten Anfängerfehler den ich beobachtet hab ist übrigens das 'e' – wir sprechen das im Deutschen oft sehr offen und lang, im Türkischen ist es kürzer und geschlossener. Klingt nach Kleinigkeit, macht aber einen hörbaren Unterschied.

Ich kämpf selbst damit regelmäßig am Ball zu bleiben, aber gerade für Aussprache gilt wirklich: lieber jeden Tag 10 Minuten Hören und Nachsprechen als einmal die Woche eine Stunde pauken.

Falls du nach einer Alternative zu Babbel suchst, schau dir mal sprachenlernen24.de an – ich hab da gute Erfahrungen gemacht, besonders was die Aussprache angeht, die wird dort echt solide erklärt. Tipp: Starte mit kostenlosem Newsletter*


Antwort
Sandra W.
Beiträge: 25
(@s-weber59)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da muss ich LaraK92 oben ein bisschen bremsen: Das klingt alles schön einfach, aber ich hab das anders erlebt. Das 'ğ' ist nicht immer nur eine Verlängerung – zwischen zwei verschiedenen Vokalen kann es auch wie ein ganz leises 'j' oder 'w' klingen, je nach Region. Wer das zu starr lernt, wundert sich dann wenn echte Türken anders sprechen als die YouTube-Lernvideos.

Ich bin seit einigen Jahren Rentner und hab jetzt endlich Zeit mich um sowas zu kümmern. Früher war mans gewohnt Sprachen aus Büchern zu lernen und dann von einem Lehrer korrigiert zu werden – das Internet-Selbstlern-Zeug hab ich noch nicht ganz durchschaut, da les ich lieber nochmal nach bevor ich was empfehle.

Was ich aber sagen kann: Kauf dir kein teures Lehrwerk nur für das Alphabet. Das kriegt man gratis raus, da bin ich ganz sicher.


Antwort
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