Ehrlich gesagt bin ich bei dem 'Fehler als Lernmaterial'-Ansatz eher skeptisch. Die Idee klingt systematisch und gut, aber ich habe noch keine überzeugenden Belege gesehen dass das im Vergleich zu konventionellem Wiederholen wirklich einen messbaren Unterschied macht. Viel Aufwand für möglicherweise keinen Mehrwert.
Der häufigste Anfängerfehler bei Spanisch? Vermutlich der Subjuntivo – also wann braucht man ihn überhaupt. Der wird im Deutschen kaum verwendet und Anfänger ignorieren ihn konsequent, weil man auch ohne ihn meist verstanden wird. Das verleitet dazu, ihn nie wirklich zu lernen.
Was mich grundsätzlich beschäftigt: Viele Apps versprechen dass man durch konsequentes Fehlertracking schneller lernt, aber die meisten messen das gar nicht sauber nach. Ob dein Anki-Deck mit Fehlerkategorien besser funktioniert als ohne, wirst du wahrscheinlich erst nach Monaten merken – und dann weißt du immer noch nicht ob es wirklich daran lag.