Hallo zusammen,
ich brauche mal euren Rat. Lerne seit Februar Spanisch und war am Anfang total motiviert. Hab jeden Tag mindestens eine halbe Stunde gemacht, Vokabeln gepaukt, Videos geschaut, alles.
Aber in den letzten Wochen läuft es echt schlecht. Letzte Woche hab ich bei einem Online-Test nur 40% geschafft, obwohl ich dachte, ich kann schon ganz gut. Und gestern wollte ich mal mit einem spanischen Kollegen sprechen - totale Katastrophe. Ich hab kaum ein Wort rausbekommen, obwohl ich die Vokabeln eigentlich kenne.
Jetzt ist schon Juni und ich wollte eigentlich im Sommerurlaub in Barcelona wenigstens ein bisschen sprechen können. Aber so wie es läuft, kann ich nicht mal nach dem Weg fragen. Das frustriert mich total und ich hab echt keine Lust mehr.
Wie habt ihr das gemacht, wenn ihr mal komplett demotiviert wart? Ist das normal nach ein paar Monaten? Manchmal denke ich, ich bin einfach zu blöd für Sprachen. Aber aufgeben will ich auch nicht, weil ich schon so viel Zeit investiert hab.
Freue mich über eure Erfahrungen und Tipps!
Hey VokabelExpress9,
kenne das Problem sehr gut! Bei mir war das nach ca. 3 Monaten genauso. Hatte bei Italienisch schon mal ein ähnliches Motivationstief und dachte auch, ich bin zu doof dafür.
Das Problem ist oft, dass man am Anfang schnelle Fortschritte sieht (neue Vokabeln, einfache Sätze), aber dann kommt die Phase wo es komplizierter wird. Da muss das Gehirn erstmal alles sortieren und verknüpfen.
Mein Tipp: Mach mal eine Woche Pause oder reduzier auf 10-15 Minuten täglich. Und dann versuch mal was anderes - statt Tests vielleicht spanische Musik hören oder einfache Comics lesen. Manchmal braucht man einfach einen anderen Zugang.
Für Barcelona: Du musst nicht perfekt sein! Die Leute freuen sich, wenn Touristen es versuchen. "¿Dónde está...?" und "Gracias" reichen für den Anfang völlig.
Lieber VokabelExpress,
das kenne ich nur zu gut aus meiner eigenen Lernzeit. In meinem Alter (75) lernt man nicht mehr so schnell wie früher, aber dafür hat man mehr Geduld gelernt.
Mein Rat: Setzen Sie sich nicht so unter Druck! Sprachen lernen ist wie Gartenarbeit - es braucht Zeit, bis etwas wächst. Ich habe damals bei Englisch auch gedacht, nach drei Monaten müsste ich schon fließend sprechen können. Völliger Unsinn!
Was mir geholfen hat: Realistische Ziele setzen. Für den Sommerurlaub reicht es, wenn Sie nach dem Weg fragen können und "Bitte" und "Danke" sagen. Das ist schon viel mehr als die meisten Touristen können.
Und noch etwas: Diese Tests sind oft viel schwerer als echte Gespräche. Im Restaurant interessiert niemanden, ob Sie die Grammatik perfekt beherrschen - Hauptsache, Sie bekommen Ihr Essen!
Bleiben Sie dran, aber entspannter. Mit 75 lerne ich immer noch neue Wörter.
Kann CodeTalk nur zustimmen - hatte vor ein paar Wochen das gleiche Problem gepostet und gute Tipps bekommen.
Wichtig ist: Du bist nicht zu blöd! Das Gehirn braucht einfach Zeit, um alles zu verarbeiten. Bei mir kam nach ca. 6 Wochen Frust plötzlich der Durchbruch.
Mein Tipp für die Motivation: Setz dir ganz kleine, erreichbare Ziele. Nicht "fließend sprechen", sondern "5 neue Wörter diese Woche" oder "einen spanischen Song verstehen". Das gibt Erfolgserlebnisse.
Und für den Urlaub: Lade dir eine Übersetzer-App runter als Backup. Dann hast du weniger Stress und kannst entspannter probieren zu sprechen. Oft klappt's dann besser als gedacht!