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[Gelöst] Schwedisch selbst lernen ohne Kurs – geht das realistisch?

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Lara V.
Beiträge: 11
Themenstarter
(@laravogt)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#30]

Hallo zusammen,

nachdem ich jetzt ein paar Wochen überlegt hab, ob ich im Sommer mal was Neues angehe, hab ich mich für Schwedisch entschieden. Eigentlich wollte ich das als kleines Sommerprojekt starten – der Juni ist ja gerade ideal, weil ich ein paar Wochen mehr Freizeit habe und nicht den ganzen Tag bei dieser Hitze draußen sein will.

Meine Frage ist aber ganz grundsätzlich: Ist es realistisch, Schwedisch komplett ohne Sprachkurs selbst beizubringen? Ich hab kein riesiges Budget und weiß auch noch nicht, wie ernsthaft ich das angehen will. Vielleicht lerne ich nur für einen Urlaub, vielleicht wird mehr draus – ich weiß es noch nicht.

Ich hab schon ein bisschen gegoogelt und bin natürlich sofort bei Apps gelandet, aber auch bei Lehrbüchern, YouTube-Kanälen und Podcasts. Das ist fast ein bisschen überwältigend. Irgendwie weiß ich nicht, wo ich anfangen soll und ob das alles überhaupt ohne Struktur funktioniert – also ohne jemanden, der einem sagt, was man wann lernen soll.

Hat jemand von euch Schwedisch komplett selbst gelernt, ohne Kurs oder Tutor? Was hat gut funktioniert, was hat gar nicht geklappt? Und wie viel Zeit am Tag ist sinnvoll für den Anfang, damit man nicht gleich die Lust verliert?

Freue mich über alle ehrlichen Einschätzungen!


7 Antworten
Markus B.
Beiträge: 21
(@markus89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich find die Frage interessant weil ich grad selbst nen ähnlichen Weg gehe – nur mit Französisch. Der Sommer ist eigentlich ideal zum lernen finde ich, man hat morgens oft noch Ruhe bevor die Hitze kommt und kann sich dann 20-30 Minuten hinsetzen.

Bei Schwedisch ohne Kurs würde ich sagen: absolut machbar. Schau dir mal an was es an kostenlosen Sachen gibt bevor du was kaufst. Und geh nicht zu viele Baustellen gleichzeitig an – erstmal Aussprache und ein paar Grundstrukturen, dann Vokabeln aufbauen. Nicht alles auf einmal.


Antwort
Lisa W.
Beiträge: 26
(@l-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich sehe das ein klein wenig skeptischer als die anderen hier – nicht weil Selbststudium nicht funktioniert, sondern weil 'Selbststudium' sehr unterschiedlich aussehen kann.

Wenn jemand sagt 'ich lerne ohne Kurs', heißt das manchmal: täglich 30 Minuten mit Lehrbuch, Vokabelkarten und gelegentlichem Sprechen. Das funktioniert wunderbar. Und manchmal heißt es: ab und zu Duolingo wenn man auf dem Sofa liegt. Das funktioniert weniger.

Schwedisch als Sprache ist für uns tatsächlich relativ günstig, weil es germanisch ist und vieles intuitiv wirkt. Aber auch da braucht man einen Plan. Was mir immer hilft: von Anfang an auch Hörmaterial einsetzen, nicht nur Grammatik und Vokabeln. Die schwedische Prosodie – also der Singsang der Sprache – ist etwas, das man wirklich viel hören muss, das lernt man nicht aus Büchern allein. YouTube-Kanäle auf Schwedisch für Anfänger gibt es einige gute kostenlose.

Und zum Zeitaufwand: lieber täglich 20 Minuten als einmal die Woche zwei Stunden. Das ist bei Sprachen wirklich kein Klischee, das stimmt tatsächlich.


Antwort
Claudia R.
Beiträge: 38
(@claudiar47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich lerne schon seit Jahren Sprachen im Selbststudium und ehrlich gesagt ist das für manche einfacher und für andere schwieriger – das klingt banal, ist aber wirklich so. Was ich beobachtet habe (auch bei mir selbst, ich hab ja mal hier über das Motivationsproblem nach sechs Wochen geschrieben: Warum verliere ich nach sechs Wochen Italienisch lernen total die Lust?): Das größte Problem beim Selbststudium ist nicht das Material, sondern die Kontinuität.

Schwedisch selbst lernen ist realistisch, keine Frage. Aber ich würde von Anfang an einen festen Rhythmus einplanen – nicht nur 'ich lern irgendwann mal wenn ich Lust hab'. Das geht meiner Erfahrung nach fast immer schief. Gerade wenn man sagt 'vielleicht wird mehr draus, vielleicht auch nicht' – diese Haltung ist ein bisschen riskant, weil man sich selbst keinen Grund gibt dranzubleiben.

Mein Tipp: Setz dir ein kleines konkretes Ziel, z.B. bis Ende August fünf Sätze über dich auf Schwedisch sagen können. Das gibt einem etwas, worauf man hinarbeitet.


Antwort
Petra K.
Beiträge: 38
(@petra92)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hi Lara,

ja, das geht auf jeden Fall – ich hab Schwedisch auch ohne Kurs angefangen und bin damit ganz gut gefahren. Ich hatte damals die gleiche Frage gestellt, ob ich erst etwas kostenlos ausprobieren soll bevor ich Geld ausgebe (hab das hier irgendwann mal im Forum diskutiert: 300€ Kurs im Sommer sinnvoll oder lieber erst kostenlos testen?). Mein Fazit damals war: erst testen, dann investieren.

Für Schwedisch speziell würde ich sagen: Die Sprache ist für deutschsprachige Lernende ziemlich zugänglich. Viele Wörter klingen vertraut, die Grammatik ist an manchen Stellen sogar einfacher als Deutsch. Das Selbststudium ist also kein schlechter Einstieg.

Was die Struktur angeht – ich würde tatsächlich empfehlen, mit einem einfachen Lehrbuch zu starten, auch wenn das altmodisch klingt. Apps alleine geben einem oft kein Gefühl dafür, wie die Sprache wirklich aufgebaut ist. 20-30 Minuten täglich am Anfang reichen absolut, mehr muss es nicht sein. Und gerade im Sommer, wenn man eh zu Hause bleibt wegen der Hitze, lässt sich das gut einbauen.


Antwort
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