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Norwegische Grammatik als Deutsche - wo hakt es wirklich?

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Mila K.
Beiträge: 38
Themenstarter
(@mila_92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#28]

Hallo zusammen! Ich plane gerade mein Sommerprojekt für die nächsten Wochen und hab mir überlegt, Norwegisch anzufangen. Ich hab schon ein bisschen gegoogelt und überall liest man 'Norwegisch ist für Deutsche super einfach!' aber ich frag mich ob das wirklich stimmt oder ob das nur so ein Marketing-Spruch ist.

Mich interessiert konkret die Grammatik. Ich hab früher mal Spanisch gelernt und bin da an den Konjugationen fast verzweifelt. Bei Norwegisch soll das ja viel einfacher sein weil die Verben angeblich nicht konjugiert werden nach Person? Stimmt das tatsächlich so? Und wenn ja, wo liegen dann die echten Schwierigkeiten für uns Deutsche?

Ich meine, irgendwas muss doch hakelig sein. Kein en/et Unterschied beim Artikel, Genus, Wortstellung... ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll das einzuschätzen. Habt ihr das Gefühl gehabt dass es wirklich einfacher ist als andere Sprachen die ihr gelernt habt, oder hat euch irgendein grammatisches Thema dann doch überrascht?

Bin gespannt auf eure Erfahrungen! Ich hab nämlich bis September noch relativ viel Zeit und würde das gerne als intensives Sommerprojekt angehen.


2 Antworten
Werner K.
Beiträge: 37
(@werner68)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich seh das etwas anders als Sandra oben. 'Einfach' ist relativ. Ja, die Verbkonjugation ist simpel. Aber wer mit der Erwartung rangeht, dass es ein Selbstläufer wird, den holt die Realität irgendwann ein – meistens beim Hören. Norwegisch klingt nämlich ganz anders als es geschrieben wird und die Vielzahl an Dialekten macht es zusätzlich knifflig.

Grammatisch gesehen würde ich sagen: Für Deutsche ist es objektiv leichter als Romanisch oder Slawisch. Aber 'leicht' heißt nicht 'ohne Aufwand'. Das wollte ich nur gesagt haben.


Antwort
Sandra K.
Beiträge: 22
(@sandra91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich kann da aus eigener Erfahrung was sagen. Die Verb-Konjugation ist tatsächlich so simpel wie alle sagen – du sagst einfach 'jeg er, du er, han er' usw., da gibt's keine Personenendungen die du auswendig lernen musst. Das ist nach dem Spanisch-Trauma echt eine Wohltat.

Aber ganz ohne Haken ist es auch nicht. Das Genus (en/et) macht am Anfang schon Arbeit, weil du für jedes Substantiv irgendwann ein Gefühl entwickeln musst – Regeln gibt's zwar, aber die haben genug Ausnahmen. Und die Stellung von Verneinungen und Adverbien im Satz ist für mich persönlich das, wo ich immer noch stolpere. Da hab ich auch schon in einem anderen Thread diskutiert ob man erst Theorie paukt oder einfach anfängt – mein Fazit war: bisschen Grammatik-Grundlagen schadet nicht, aber nicht übertreiben.

Für ein Sommerprojekt bis September ist Norwegisch auf jeden Fall realistisch. Du wirst nicht fließend, aber du wirst überrascht sein wie schnell du erste Sätze bildest.


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