Hallo zusammen,
ich hab mir vorgenommen, diesen Sommer endlich ernsthaft mit Italienisch anzufangen. Im August fahren wir nach Südtirol und ich würde gerne mehr als nur "grazie" und "prego" rausbringen können. Jetzt steh ich aber vor der Frage: lohnt sich ein richtiger Kurs (VHS hat noch Plätze für Juli) oder reicht es, wenn ich das selbst in die Hand nehme?
Ich bin kein schneller Lerner mehr, das muss ich ehrlich sagen. Früher hab ich mal Englisch an der Abendschule gemacht, das hat geholfen weil jemand da war der einen korrigiert. Aber ich frag mich ob das bei Italienisch für Urlaubszwecke wirklich nötig ist, oder ob man mit Apps und einem guten Buch genauso weit kommt – vielleicht sogar schneller weil man im eigenen Tempo lernt.
Das mit dem Sommerprojekt klingt gut in der Theorie, aber wenn man dann bei der Hitze abends müde nach Hause kommt, ist die Motivation ja auch nicht immer so groß. Deswegen frag ich mich ob ein fester Kurstermin nicht doch hilft dran zu bleiben.
Was meint ihr – Kurs oder Selbststudium wenn das Ziel konkret und zeitlich begrenzt ist? Bin dankbar für ehrliche Einschätzungen, nicht nur "kommt drauf an" 😄
S.Weber59
Gute Frage, und ich versteh die Unentschlossenheit. Ich hab mich das selbst schon gefragt – nicht für Italienisch, aber das Grundprinzip ist dasselbe. Hab dazu auch mal im Homeoffice-Thread was dazu geschrieben, weil Selbstdisziplin im Sommer wirklich ein Thema ist.
Meine ehrliche Einschätzung: Wenn du ein konkretes Ziel hast (August, Südtirol, Urlaub) und keine Vorerfahrung mit dem Selbststudium, würde ich den Kurs nehmen. Nicht weil Selbststudium schlechter ist, sondern weil du bei einem Kurs einen Rhythmus von außen bekommst. Gerade wenn die Abende heiß und lang sind, ist es zu einfach, das Buch einfach liegenzulassen.
Bei Apps ist das Problem: die meisten trainieren dich auf Wörter und einfache Sätze, aber das freie Sprechen – und genau das brauchst du im Urlaub – kommt da zu kurz. Im Kurs wirst du zumindest ein bisschen zum Reden gezwungen, auch wenn es holprig klingt.
Für Südtirol würde ich sagen: ein Intensivkurs im Juli + ein paar Apps zur Ergänzung. Das ist realistischer als rein selbst, wenn's das erste Mal ist.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit dem eigenständigen Lernen über strukturierte Online-Ressourcen – gerade für den Einstieg reicht das völlig aus, bevor man richtig Geld in einen Kurs investiert. Schau dir mal die Seite hier an, die hat mir damals wirklich weitergeholfen: Italienisch-Sprachkurs testen
Ich seh das etwas anders als Stefan. Für einen Urlaub in Südtirol brauchst du ehrlich gesagt keinen Kurs – da sprechen die Leute eh viel Deutsch. Realistisch gesagt: mit Duolingo 15 Min täglich und einem kleinen Phrasenbuch kommst du für zwei Wochen Urlaub völlig durch. Ein VHS-Kurs lohnt sich eher wenn man die Sprache wirklich lernen will, nicht nur überleben.