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Erstes echtes Gespräch auf Französisch - wie überwindet man die Blockade?

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Maximilian B.
Beiträge: 18
Themenstarter
(@cinemax_1974)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#43]

Hallo zusammen,

ich lerne jetzt seit knapp vier Monaten Französisch, hauptsächlich mit einer App und ein paar YouTube-Videos. Grammatisch komme ich langsam voran, ich kenne die grundlegenden Satzstrukturen und habe bestimmt 400-500 Vokabeln drauf. Aber wenn ich an ein echtes Gespräch denke, fange ich sofort an zu schwitzen.

Ich fahre diesen Sommer nach Südfrankreich - die Hitze dort ist zwar auch nicht ohne, aber ich freue mich riesig drauf. Und ich habe mir fest vorgenommen, diesmal nicht einfach nur auf Englisch auszuweichen wie bisher. Ich will wenigstens ein paar echte Gespräche auf Französisch versuchen. Auch wenn es nur die Bestellung im Restaurant ist oder die Frage nach dem Weg.

Das Problem ist diese innere Sperre. Ich denke auf Deutsch, übersetze mühsam, und bis ich fertig bin, hat der andere schon auf Englisch geantwortet oder mich schief angeguckt. Ich befürchte auch, dass Franzosen wenig Geduld mit holprigem Französisch haben - stimmt das überhaupt?

Wie habt ihr euer erstes echtes Gespräch erlebt? Gab es einen Trick oder eine Situation, die das Eis gebrochen hat? Ich bin für jeden praktischen Tipp dankbar, nicht für Theorie.


6 Antworten
Helmut K.
Beiträge: 14
(@sprachgenuss67)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Die Angst kenne ich gut, und ich glaube sie gehört dazu - zumindest am Anfang. Ich hatte das übrigens beim Englischen ähnlich, bevor ich gemerkt habe dass die meisten Menschen froh sind wenn man es überhaupt versucht. Beim Französischen ist das nicht anders.

Mein persönlicher Trick: Ich habe mir drei, vier Eröffnungssätze buchstäblich auswendig gelernt. "Excusez-moi, je parle un peu français, pourriez-vous parler lentement?" - dieser eine Satz hat mir mehr geholfen als hundert Vokabeln. Du gibst damit dem Gegenüber Bescheid, was los ist, und die meisten Leute reagieren wirklich geduldig darauf.

Zur Frage mit den Franzosen: Ich war schon öfters in Frankreich und das Klischee mit der Ungeduld stimmt meiner Erfahrung nach kaum noch. Vor allem außerhalb von Paris sind die Leute sehr freundlich wenn man es wenigstens versucht. Das entscheidende Wort ist eben: versuchen. Wer auf Französisch anfängt und dann bei Schwierigkeiten höflich nachfragt, wird selten schief angeschaut.

Viel Spaß im Urlaub - der Süden ist im Juni wunderbar, auch wenns heiß wird!


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Mike S.
Beiträge: 18
(@techmike_89)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz und pragmatisch: Lad dir DeepL oder Google Translate offline runter bevor du fährst. Nicht als Ersatz fürs Sprechen, sondern als Sicherheitsnetz. Wenn du weißt dass du im Notfall nachschauen kannst, traust du dich meistens viel eher selbst zu sprechen weil der Druck weg ist.

Und ja, das klingt vielleicht nach Schummeln - ist es aber nicht. Wer mit dem Gedanken "zur Not hab ich ein Backup" losgeht, redet am Ende oft gar nicht mehr rein.

Das hab ich selbst so gemacht und es hat funktioniert.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anderen Lernplattform, die etwas strukturierter aufgebaut ist als Babbel und auch gezielt auf Sprechübungen setzt. Hat mir persönlich geholfen, die ersten Hürden zu überwinden. Tipp: Starte mit kostenlosem Newsletter*


Antwort
Maria K.
Beiträge: 19
(@maria-koller)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich hab mich das auch lange nicht getraut. Was mir damals geholfen hat: Ich habe bewusst nach Situationen gesucht, die zeitlich begrenzt und überschaubar sind. Eine Bäckerei ist perfekt - man sagt was man will, zahlt, fertig. Kein langer Dialog.

Außerdem hab ich mir vorher wortwörtlich aufgeschrieben was ich sagen will. Klingt vielleicht blöd, aber beim ersten Mal hab ich den Zettel sogar kurz vor der Tür nochmal angeschaut. Das gibt einem so ein kleines Sicherheitsgefühl.

Mit der Motivation aufzuhören kenn ich das Problem gut, hab selbst öfter damit gekämpft - ich hab das mal in einem anderen Thread beschrieben (ist aber ne andere Geschichte). Was ich sagen kann: Diese Angst vor dem ersten echten Gespräch verschwindet tatsächlich nach dem ersten Mal. Danach ist es irgendwie egal ob man Fehler macht.


Antwort
Stefan H.
Beiträge: 20
(@stefan-hofer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das etwas nüchterner als die Vorredner: Vier Monate App-Lernen reicht für ein echtes Gespräch oft noch nicht, weil man einfach noch nicht schnell genug abrufen kann. Das ist keine Kritik - das ist normal bei dem Zeitraum.

Mein Tipp deshalb: Setz dir realistische Ziele für den Urlaub. Nicht "Gespräch führen" als Ziel, sondern ganz konkret: heute bestelle ich auf Französisch, morgen frage ich nach dem Weg. Kleine Schritte. Das reduziert den Druck enorm und du wirst wahrscheinlich angenehm überrascht sein wie weit 400 Wörter im Alltag reichen.

Ich hab übrigens vor meinem ersten Frankreich-Urlaub auch erstmal geschaut welche Sprache ich überhaupt angehen soll - Französisch war dann die logische Wahl für mich. Wenn dich das interessiert: Französisch, Spanisch oder doch Niederländisch nach Englisch? - da hab ich das mal ausführlicher beschrieben.


Antwort
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