Das Klischee mit den ungeduldigen Franzosen halte ich ehrlich gesagt für ziemlich überholt. Zumindest in ländlicheren Gegenden und Kleinstädten habe ich das nie so erlebt. Paris ist vielleicht eine andere Geschichte, da ist einfach alles schneller und hektischer, aber der Süden Frankreichs im Sommer - da sind die Leute entspannt.
Was die Sprechblockade angeht: Du beschreibst das Übersetzen im Kopf. Das ist das Kernproblem und ich kenne kein Patentrezept dagegen außer: sprechen, sprechen, sprechen. Fehler machen gehört dazu. Kein Muttersprachler erwartet perfektes Französisch von einem deutschen Touristen.
Ein praktischer Hinweis: Sag ruhig am Anfang eines Gesprächs "Je suis débutant" - ich bin Anfänger. Das schafft sofort die richtige Erwartungshaltung beim Gegenüber und nimmt dir selbst den Druck.
Ach, ich finde das so eine schöne Frage! Mein erstes echtes Gespräch war übrigens in einer Apotheke, ich hatte mir Sonnenbrand geholt und musste irgendwie erklären was ich brauchte. Da hat man keine Zeit lang zu überlegen - und erstaunlicherweise hat das geklappt!
Ich denke, die Angst ist manchmal größer als das Problem. Die Franzosen die ich kenne schätzen es sehr wenn man es wenigstens versucht. Ein freundliches "Bonjour madame" oder "Bonjour monsieur" am Anfang macht schon einen großen Unterschied, das öffnet Türen.
Genießt den Süden - ich wünsch dir einen schönen Sommer dort!