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Norwegisch lernen: Sprachschule im Sommer oder lieber alleine?

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Sabine W.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@s-weber27)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#42]

Hallo zusammen,

ich weiß, das klingt jetzt etwas seltsam, weil ich eigentlich Spanisch auffrischen will für meinen geplanten Umzug nach Valencia – aber ich bin hier im Forum irgendwie beim Stöbern bei den Norwegisch-Themen gelandet und jetzt grübele ich, ob ich vielleicht beides angehen soll, denn meine Nachbarin schwärmt seit Wochen von Norwegen und hat mich irgendwie angesteckt.

So oder so: Die Frage, die mich gerade auch für Spanisch und jetzt potenziell auch für Norwegisch beschäftigt – lohnt sich eine Sprachschule wirklich, oder kommt man mit konsequentem Selbststudium genauso weit? Ich bin Mitte 40 und habe seit bestimmt 15 Jahren keine Sprache mehr aktiv gelernt. Klar, Spanisch hatte ich mal gut drauf, aber Norwegisch wäre für mich komplettes Neuland.

Ich merke schon, dass mir Struktur helfen würde – also feste Lernzeiten, jemand der mich korrigiert. Aber Sprachschulen sind teuer und im Sommer ist das Angebot bei mir in der Stadt ziemlich ausgedünnt. Online-Kurse sehe ich überall, aber ich weiß nicht wie man da die Spreu vom Weizen trennt.

Was sind eure Erfahrungen? Hat jemand Norwegisch auf eigene Faust gelernt und ist damit wirklich vorwärtsgekommen? Oder braucht man gerade am Anfang unbedingt eine Lehrperson, die Aussprache und Grammatik erklärt? Und gilt das bei einer Sprache wie Norwegisch genauso wie bei romanischen Sprachen, oder ist das nochmal anders?

Danke schonmal – bin gespannt auf eure Einschätzungen!

Sabine


3 Antworten
VocabMaster3491
Beiträge: 1
(@vocabmaster3491)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich sehe das etwas anders als Thomas, ehrlich gesagt.

Ich lerne seit Jahren Französisch größtenteils selbst – Romane lesen, Podcasts, Vokabeln täglich – und bin weit gekommen. ABER: Den Grundstein hat ein Kurs gelegt. Gerade bei einer Sprache, die man noch nie hatte, fehlt einem ohne Unterricht oft das Gefühl dafür, was überhaupt korrekt klingt. Man lernt dann Fehler auswendig und die sind später brutal schwer loszuwerden.

Bei Norwegisch als absolutem Neuland würde ich zumindest A1 in einem Kurs machen. Nicht unbedingt die teuerste VHS – aber irgendjemanden, der einem die Grundstruktur zeigt und sagt, wenn man in die falsche Richtung läuft. Danach ab ins Selbststudium, das ist dann viel effizienter weil man weiß was man tut.

Und für Spanisch: Da hast du ja schon eine Basis, da würde ich tatsächlich eher Selbststudium empfehlen, vielleicht mit valencianischem Fokus falls du sowieso nach Valencia willst!


Antwort
Thomas H.
Beiträge: 7
(@t-hoffmann76)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich schau das pragmatisch an als jemand der viele Lernplattformen verglichen hat: Sprachschulen sind häufig ineffizient was das Kosten-Nutzen-Verhältnis angeht. Du bezahlst viel für feste Kurszeiten, die vielleicht gar nicht zu deinem Lernrhythmus passen.

Fürs Selbststudium bei Norwegisch würde ich empfehlen: strukturierte Grammatikquelle (ein vernünftiges Lehrbuch, nicht nur Apps), dazu Anki für Vokabeln und mindestens eine Audio-Ressource von Anfang an. Die Kombination schlägt meiner Meinung nach die meisten Volkshochschulkurse in Sachen Flexibilität und Lerngeschwindigkeit.

Ein echter Vorteil einer Schule ist aber Feedback in Echtzeit – das stimmt. Vielleicht als Kompromiss: Selbststudium als Basis, dazu gelegentliche Einzel-Sessions mit einem Online-Tutor (z.B. über iTalki) für Aussprache-Korrekturen. Das ist deutlich günstiger als ein Vollkurs und du bleibst zeitlich flexibel. Im Sommer ist das sowieso praktischer, wenn Kurse bei euch ausgedünnt sind wie du sagst.


Antwort
Lara K.
Beiträge: 15
(@larak92)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi Sabine,

aus eigener Erfahrung im Englischen kann ich sagen: Aussprache ist definitiv das, womit man sich im Selbststudium am schwersten tut. Ich merke das bei mir täglich im Job – man liest wochenlang irgendwas und dann sitzt man im Meeting und klingt komplett anders als erwartet. Bei Norwegisch stelle ich mir das noch schwieriger vor, weil der Tonfall ja so eine riesige Rolle spielt.

Ich hab selbst schon mit Niederländisch gemerkt, dass ich nach Monaten des Lesens und App-Nutzens kaum gesprochenes Material verstand – das war frustrierend. Hatte dazu sogar mal was hier gepostet: Nach 3 Monaten Niederländisch - verstehe kein gesprochenes Wort?

Für den Einstieg würde ich persönlich einen zumindest kurzen Kurs empfehlen, schon allein wegen der Korrektur. Danach kann man super mit Serien und Podcasts weitermachen. Gerade im Sommer gibt's oft Kompaktkurse – vielleicht lohnt sich da mal suchen?


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