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B1 Norwegisch in 6 Monaten ohne Kurs – realistisch oder Wunschdenken?

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Klaus M.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@klausi_1973)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#41]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mir ein etwas ambitionierteres Sprachziel zu setzen und bin gespannt, was ihr davon haltet. Ich möchte bis Ende des Jahres Norwegisch auf B1-Niveau bringen – komplett im Selbststudium, ohne formellen Kurs. Angefangen habe ich eigentlich wegen eines geplanten Norwegenurlaubs, aber irgendwie hat mich die Sprache gepackt und jetzt will ich das ordentlich angehen.

Derzeit lerne ich täglich so 30-45 Minuten, meistens morgens vor der Arbeit. Ich hab mir gedacht: Struktur ist wichtig, also plane ich jede Woche ungefähr durch, was ich schaffen will – ein bisschen wie beim Zeitmanagement im Job. Aber ehrlich gesagt bin ich unsicher, ob 6 Monate für B1 realistisch ist oder ob das einfach einer dieser Mythen ist, die im Internet kursieren.

Bisher nutze ich hauptsächlich eine App und YouTube-Videos, aber ich hab das Gefühl, dass mir ein richtiger Plan fehlt. Was wäre denn sinnvoll: erstmal Grammatik systematisch durcharbeiten, oder lieber direkt mit Alltagstexten und Hörmaterial anfangen? Und welche Materialien habt ihr konkret für die ersten Monate genutzt?

Falls jemand einen ähnlichen Weg gegangen ist – wie habt ihr das zeitlich aufgeteilt? Bin für jeden ehrlichen Erfahrungsbericht dankbar, auch wenn das Ergebnis war: hat nicht geklappt.

Viele Grüße,
Klaus M.


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1 Antwort
Klaus H.
Beiträge: 10
(@klaush94)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich muss da ein bisschen Wasser in den Wein gießen – nicht um dich zu entmutigen, aber weil ich solche "X Monate bis B1"-Versprechen aus dem Internet wirklich kritisch sehe. Nach zwei Jahrzehnten mit verschiedenen Sprachen bin ich fest davon überzeugt: nachhaltiges Lernen lässt sich nicht so einfach auf ein Datum hin optimieren.

B1 bedeutet nicht nur Vokabeln und ein paar Grammatikregeln – es geht um echtes Sprachgefühl, und das braucht Zeit, die man nicht wegplanen kann. 30-45 Minuten täglich klingt solide, aber Norwegisch hat auch seine Tücken, gerade bei den Dialekten. Ich hab dazu übrigens mal etwas im Thread Wenn man Dänisch lernt – versteht man dann automatisch Schwedisch/Norwegisch? geschrieben, das könnte für dich auch relevant sein.

Mein Rat: Setz dir kein starres Datum, sondern Meilensteine. Und lies ruhig mal in klassische Sprachlernliteratur rein – Pimsleur, Assimil – statt auf App-Gamification zu vertrauen. Qualität vor Geschwindigkeit.


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