Hallo zusammen,
ich bin gerade zurück von einer Reise durch die Mittelmeerregion und habe gemerkt, wie wertvoll echte Gespräche vor Ort sind – mein Spanisch und Italienisch sind zum Glück noch nicht ganz weg. Jetzt interessiert mich aber auch Norwegisch, und ich lese überall diese Versprechen: "B1 in 6 Monaten ohne Sprachkurs schaffen!" Das klingt zunächst verlockend, aber ich bin skeptisch.
Meine Frage: Hat das von euch schon jemand wirklich geschafft? Ich meine echtes B1, nicht "ich kann ein paar Sätze stammeln". Was hat konkret funktioniert? Ich lerne am liebsten durch direkten Austausch mit Menschen – kann man das auch selbstgesteuert hinbekommen, oder braucht man da doch eine Struktur?
Mich reizt die Idee, bis Ende des Jahres eine brauchbare Konversationsfähigkeit aufzubauen. Aber realistisch: Wie viel Zeit pro Woche muss ich realistisch einplanen?
Ich hab das ähnlich versucht mit Schwedisch, damals die Frage gestellt, ob Norwegisch leichter ist. Ehrlich: Wenn du nicht täglich Lernspiele und kurze Lerneinheiten nutzt, wird es zäh. Ich kombiniere jetzt Duolingo (ja, ich weiß, nicht perfekt) mit echten Podcasts und das funktioniert besser, weil ich motiviert bleibe. Vielleicht nicht immer hochwertig, aber konsistent – das ist wichtiger als perfekt.
Ich bin aktuell in der gleichen Situation wie du – versuche neben Portugiesisch und Spanisch auch noch Norwegisch hochzufahren. Kurz gesagt: Ja, geht, aber nicht ohne Opfer. Ich nutze parallel mehrere Tools, um Zeit zu sparen – Sprachaustausch, YouTube-Kanäle speziell für Norwegisch, und gezieltes Vokabeltraining. Das Wichtigste: Such dir einen echten Tandem-Partner ab Monat 2, sonst stagnierst du beim Sprechen.
Birgit, das ist eine gute Frage, aber ich muss ehrlich sein: Bei den meisten dieser "6-Monate-B1"-Versprechen steckt viel Marketing dahinter. Schau dir die Apps an – die behaupten alle dasselbe, aber echtes B1 bedeutet freies Sprechen über komplexe Themen. Das funktioniert nicht mit Flashcards allein.
Was wirklich hilft: Viel Zeit mit Muttersprachlern verbringen, echte (nicht didaktisch vereinfachte) Inhalte konsumieren, und ehrlich sagen: Es dauert länger als versprochen. Die 6 Monate sind erreichbar, wenn du 15-20 Stunden pro Woche investierst – aber wer macht das wirklich?