Hallo zusammen,
ich entwickle seit Jahren Sprachspiele und Wortpuzzles für verschiedene Sprachen – und jetzt stelle ich mir eine grundsätzliche Frage für Französisch:
Wie sieht eurer Erfahrung nach der ideale Mix aus? Ich meine nicht nur die reine Anzahl (1000, 2000, 3000 Wörter?), sondern eher: Welche Kategorien sollten im Grundvokabular stecken, damit es wirklich funktional wird?
Bei meinen Spielen merke ich immer, dass Lernende frustriert sind, wenn sie 500 Wörter kennen, aber in realen Situationen trotzdem nicht mitreden können. Andererseits überfordern zu viele Vokabeln am Anfang – das ist demotivierend.
Meine These: Es geht weniger um die absolute Menge, sondern um die richtige Auswahl. Häufige Verben, Alltags-Substantive, ja – aber auch welche Adjektive? Prepositions-Heavy? Oder eher sparsam?
Wie geht ihr da vor? Habt ihr eine bewährte Reihenfolge beim Vokabelaufbau? Und – ganz wichtig – wie testet ihr, ob das Vokabular wirklich "sitzt" und nicht nur auswendig gelernt ist?
Freue mich auf eure Gedanken!
Interessante Frage! Ich kenne das aus meinen früheren Projekten zu Fachsprache und medizinischen Begriffen – dort habe ich auch gemerkt, dass Masse allein nicht hilft. Bei Italienisch, das ich gerade lerne, achte ich bewusst darauf, wie ich Rezepte in der Originalsprache lese. Da stößt man schnell auf spezialisierte Vokabeln, die man braucht, wenn man sie wirklich anwenden möchte.
Für Französisch würde ich sagen: Die ersten 1000 häufigsten Wörter decken etwa 80% alltäglicher Gespräche ab – das ist wissenschaftlich belegt. Aber die Auswahl ist entscheidend. Nutzbares Ziel-Vokabular schlägt Zufalls-Vokabeln jedes Mal. Bei meinem Beruf in der Pflege brauchte ich z.B. früh Begriffe für Symptome und Anatomie, auch wenn die nicht in Standard-Apps vorkommen. Vielleicht ein Ansatz für deine Spiele: Thematische Mini-Module statt linearer Wortschatz? So können Lernende nach ihren Bedürfnissen kombinieren.