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Niederländisch als Dialektforscher lernen – gibt es Bezüge zum Niederdeutschen?

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Karl-Heinz M.
Beiträge: 8
Themenstarter
(@mundart_karl_1951)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#36]

Guten Tag zusammen,

ich bin pensionierter Deutschlehrer und beschäftige mich seit Jahrzehnten mit regionalen Dialekten – hauptsächlich norddeutsche Mundarten wie Plattdeutsch, aber auch bayrische und alemannische Varianten. Diesen Sommer möchte ich endlich ernsthaft mit Niederländisch beginnen, und zwar nicht nur aus praktischen Gründen, sondern weil mich die sprachhistorischen Zusammenhänge brennend interessieren.

Meine Hypothese: Wer Plattdeutsch kennt oder zumindest ein Gefühl für niederdeutsche Sprachstrukturen hat, sollte beim Niederländisch lernen gewisse Vorteile haben – zumindest beim Wortschatz. Stimmt das tatsächlich in der Praxis, oder überschätze ich diesen Zusammenhang?

Darüber hinaus überlege ich, wie ich meine Neigung zu Sprachspielen und Vergleichen sinnvoll einsetzen kann. Ich erstelle ja auch für meine Enkelkinder kleine Wortspiele, in denen es darum geht, ähnlich klingende Wörter verschiedener Sprachen zu vergleichen. Vielleicht wäre das auch eine Methode, niederländische Vokabeln zu festigen?

Mich würde interessieren, welche Herangehensweise ihr empfehlt, wenn man sprachgeschichtlich vorgebildet ist, aber trotzdem noch absoluter Anfänger in der Fremdsprache selbst ist. Gibt es Lehrmaterialien oder Methoden, die diesem analytischen Zugang entgegenkommen? Ich lasse mich gerne von euren Erfahrungen leiten.

Mit freundlichen Grüßen,
Karl-Heinz M.