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Zahlen und Wochentage auf Niederländisch – einfach pauken oder Kontext abwarten?

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Thomas H.
Beiträge: 22
Themenstarter
(@thomashoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#42]

Hallo zusammen,

ich lerne seit einigen Jahren Spanisch und Italienisch und bin gerade dabei, mich intensiver mit Niederländisch zu beschäftigen. Das ist für mich schon eine andere Welt – die Aussprache allein macht mich wahnsinnig.

Jetzt stehe ich vor einer Frage, die ich mir beim Spanischen damals gar nicht gestellt habe, weil ich da einfach drauflosgelernt habe: Wann sollte man eigentlich Grundvokabular wie Zahlen, Farben und Wochentage wirklich aktiv auswendig lernen? Oder ergibt sich das von selbst, wenn man genug Input hat?

Beim Kochen und Einkaufen merke ich bei romanischen Sprachen, dass Mengenangaben und Farben (Rezepte, Marktgespräche) ganz natürlich kommen. Aber Niederländisch lerne ich ja gerade ohne solchen Alltagskontext – ich bin nicht in den Niederlanden, habe keinen Tandempartner für diese Sprache und der Umzug nach Valencia, den ich plane, wird das auch nicht ändern.

Fragt man sich da: Einfach Karteikarten rausnehmen und durchpauken, oder warten bis man einen echten Verwendungskontext hat? Ich tendiere eigentlich dazu, Sprache möglichst kontextuell zu lernen, aber bei so einem Basisvokabular bin ich unsicher ob das sinnvoll ist oder ob man das einfach früh reinprügeln sollte.

Hat da jemand Erfahrungen, gerade mit Niederländisch? Danke schon mal!


1 Antwort
Martina K.
Beiträge: 15
(@martina74)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Thomas,

aus meiner langen Berufserfahrung im Vertrieb weiß ich: Was man nicht regelmäßig anwendet, vergisst man schnell wieder – das gilt für Verkaufsgespräche genauso wie für Vokabeln. Meine klare Empfehlung ist, Zahlen, Wochentage und Farben früh und aktiv zu lernen, aber unbedingt mit Alltagsbezug zu verknüpfen.

Ich arbeite seit Jahren mit Karteikarten und habe die für mich beste Methode so aufgebaut: Vorne steht das Wort, hinten nicht nur die Übersetzung, sondern ein konkreter Satz oder eine Situation. Bei Wochentagen schreibe ich zum Beispiel meinen eigenen Wochenplan auf Niederländisch. Bei Zahlen lasse ich mich beim Einkaufen oder beim Blick auf den Kassenzettel gedanklich auf Niederländisch durch die Preise. Das klingt banal, funktioniert bei mir aber wirklich.

Den Kontext, den du bei romanischen Sprachen durch Kochen und Märkte hast, musst du dir bei Niederländisch eben künstlich schaffen – das ist der entscheidende Punkt. Ich hab das beim Schwedischen auch so gemacht, da hatte ich auch keinen natürlichen Alltagskontext, und es hat trotzdem gut geklappt (ich hab dazu auch mal im Schwedisch-Forum geschrieben).

Also: nicht warten, früh einsteigen, aber bitte immer mit einem konkreten Verwendungsbild im Kopf. Sonst bleibt es leeres Pauken und fliegt nach zwei Wochen wieder raus.


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