Deutsch ohne Vorken...
 
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Deutsch ohne Vorkenntnisse: Wie fange ich als Rentner sinnvoll an?

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Gerhard K.
Beiträge: 49
Themenstarter
(@gerhard_1952)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#56]

Hallo zusammen,

ich bin Gerhard und seit einigen Monaten Rentner – endlich habe ich die Zeit, Dinge anzugehen, die im Berufsleben immer zu kurz gekommen sind. Meine große Leidenschaft gilt der internationalen Küche, und ich habe gemerkt, dass ich wirklich gerne die Originalrezepte auf Italienisch oder Spanisch verstehen möchte, statt immer auf Übersetzungen angewiesen zu sein. Das Deutsch habe ich natürlich als Muttersprache, aber nun frage ich mich, ob ich vielleicht trotzdem etwas über das Sprachenlernen im Allgemeinen lernen kann, was mir bei meinen Zielsprachen hilft.

Ich suche eigentlich Tandempartner für Italienisch und Spanisch, und dabei stoße ich immer wieder auf Seiten und Foren, wo auch das Thema Deutsch als Fremdsprache behandelt wird. Das bringt mich auf eine andere Frage: Wie geht man das Sprachenlernen am besten an, wenn man gar keine Vorkenntnisse hat? Ich frage auch im Hinblick auf mögliche Tandempartner, die Deutsch lernen wollen – vielleicht kann ich jemandem helfen, der Italienisch oder Spanisch als Muttersprache hat.

Wo würdet ihr anfangen, wenn ihr absolut bei Null startet? Gibt es Methoden, die gerade für ältere Lernende gut funktionieren? Und welche Fehler sollte man gleich am Anfang vermeiden? Im Sommer hat man ja doch mehr Muße und Geduld dafür.

Vielen Dank schon mal für eure Erfahrungen!


4 Antworten
Ingrid K.
Beiträge: 21
(@ingrid89)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Was du beschreibst, Gerhard, klingt wunderschön – Sprache und Küche zu verbinden ist wirklich ein eleganter Zugang. Ich finde es faszinierend, wie viel Kulturelles in Rezeptsprachen steckt: Italienische Rezepte haben einen ganz anderen Ton als deutsche, schon die Wortwahl verrät viel über die Esskultur.

Als jemand, der nach langer Pause wieder in eine Fremdsprache eingetaucht ist, kann ich sagen: Hab keine Scheu vor den kleinen Nuancen und Feinheiten, die sich erst mit der Zeit erschließen. Die kommen von allein, wenn man regelmäßig liest. Für den absoluten Anfang würde ich allerdings wenigstens ein paar Grundlagen der Grammatik anschauen – sonst sitzt man vor einem Rezept und erkennt zwar einzelne Wörter, aber der Satz ergibt noch kein Bild. Selbst ein dünnes Einsteigerbuch mit den wichtigsten Strukturen hilft da sehr.


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 39
(@spielfix_1975)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Was ich bei Null-Anfängern immer empfehle: Macht das Lernen spielerisch, gerade am Anfang. Ich entwickle schon seit Jahren eigene Wortspiele für verschiedene Sprachen und kann sagen – wer spielerisch anfängt, bleibt länger dabei.

Für kulinarisches Vokabular auf Italiano oder Español würde sich ein einfaches Bild-Zuordnungs-Spiel fantastisch eignen: Man nimmt Fotos von Zutaten, beschriftet sie in der Zielsprache und testet sich selbst. Das klingt simpel, aber der visuelle Anker funktioniert enorm gut. Kombiniert man das dann mit einem Tandem, wo man gemeinsam ein Rezept 'durchspielt' – einer liest vor, der andere macht – hat man Kontext, Aussprache und Vokabular auf einmal. Für den Einstieg ohne Vorkenntnisse ist das meiner Meinung nach unterschätzt: Nicht Grammatik, sondern Wortfelder rund um das eigene Interesse aufbauen.


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Felix T.
Beiträge: 11
(@felixtech91)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Für die Tandemsuche: Speaky und Tandem (die App) sind beide kostenlos und haben viele Nutzer aus Italien und Spanien, die Deutsch lernen. Da findet man schnell jemanden. Bezüglich Methode am Anfang – ich nutze selbst gerne Podcasts als Einstieg, weil man die Aussprache von Anfang an verinnerlichst. Für Spanisch gibt's z.B. 'Español con Juan' für Anfänger, sowas in der Art. Und dann einfach dranbleiben, im Sommer ist die Motivaton oft höher weil man mehr Zeit hat – nutze das!


Antwort
Marco B.
Beiträge: 13
(@marco-becker)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Kurz aus der Tech-Perspektive: Für jemanden der bei Null anfängt und einen konkreten Anwendungsfall hat – Rezepte lesen – würde ich eine hybride Strategie empfehlen. Eine App wie Anki für den kulinarischen Grundwortschatz (Zutaten, Verben wie 'mischen', 'kochen', 'hacken') kombiniert mit echten Rezepten als Lektüre.

Ich hab das für meine DELE-Vorbereitung systematisch durchgespielt und analysiert: Apps sind bei themenfokussiertem Lernen effizienter als bei allgemeinem Vokabular, weil man sofort einen Bezug hat. Die Plattform italki eignet sich übrigens sehr gut für Tandemsuche – da findet man Muttersprachler, die Deutsch lernen wollen und im Gegenzug Italienisch oder Spanisch anbieten. Würde mich interessieren, ob du da Erfahrungen sammelst, Gerhard – schreib gerne mal wie es läuft.


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