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Warum ist das dänische 'ø' so schwer auszusprechen?

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Marcus K.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@codetalk_37)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#19]

Hey zusammen,

nachdem ich mir diesen Sommer vorgenommen hab, endlich mal ernsthaft Dänisch anzugehen (Sommerprojekt, ihr kennt das vielleicht), hänge ich gerade an einem Punkt fest, der mich echt wahnsinnig macht: das 'ø'.

Ich meine, technisch gesehen kenne ich das aus dem Deutschen als 'ö' – oder zumindest dachte ich das. Aber wenn ich mir Dänen anhöre, klingt das ganz anders als unser 'ö'. Manchmal kurz, manchmal lang, manchmal fast wie ein 'e', manchmal wie gar nichts, das ich kenne. Ich hab jetzt bestimmt 3 verschiedene YouTube-Videos dazu geschaut und bin danach verwirrter als vorher.

Mein Mund weiß einfach nicht was er machen soll. Ich versuche die Lippen zu runden, die Zunge irgendwie flach zu halten, aber sobald ich das in einem echten Wort anwenden will – zum Beispiel 'grøn' oder 'øl' – klingt es bei mir entweder wie deutsches 'ö' oder wie totaler Brei.

Hat jemand von euch das auch erlebt und einen Trick gefunden, wie man das in den Griff kriegt? Gibt es einen bestimmten Punkt, wo es klick macht? Ich will das bis zum Herbst halbwegs hinbekommen.

Danke schon mal!
CodeTalk_37


5 Antworten
Maria S.
Beiträge: 3
(@sprachprofi2024)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Kurz gesagt: Das ø klingt deshalb so fremd, weil wir Deutsche unbewusst das 'ö' einsetzen – das ist nah dran, aber eben nicht identisch. Unser Gehirn kategorisiert es einfach als 'nah genug' und hört den feinen Unterschied anfangs gar nicht.

Ich hab bei solchen Ausspracheprobleme immer gute Erfahrungen damit gemacht, den Laut zunächst komplett isoliert zu üben – also wirklich nur den Vokal, ohne Konsonanten drumherum. Wenn man den Laut allein nicht trifft, kann man ihn auch im Wort nicht treffen.

Außerdem: Die App Speechling hat dänische Muttersprachler, die direktes Feedback auf eigene Aufnahmen geben. Das ist bei Vokalunterschieden wertvoller als jedes Video, weil man eine Rückmeldung bekommt ob man es wirklich richtig macht oder nur denkt man macht es richtig.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anderen Lernplattform, die speziell die Aussprache skandinavischer Laute erklärt – deutlich besser als Babbel für solche kniffligen Sachen. Schau dir das mal an, hat mir beim 'ø' wirklich geholfen. Tipp: Starte mit kostenlosem Newsletter*


Antwort
Martina K.
Beiträge: 15
(@martina74)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das kenne ich so gut! Ich habe mich damals auch lange gewundert, warum mein 'ø' trotz aller Mühe nach deutschem 'ö' klingt und die Dänen mich verständnislos angeschaut haben.

Der Unterschied ist tatsächlich subtil, aber er ist da: Das dänische 'ø' wird etwas offener gebildet als unser 'ö'. Die Lippen sind zwar gerundet, aber die Zunge liegt tiefer im Mund. Man könnte sagen, es ist näher am englischen 'er' in 'her', aber mit Lippenrundung.

Was mir damals geholfen hat: erst das 'e' laut sagen, die Zungenposition halten, und dann die Lippen runden. Das Ergebnis ist ungefähr das, was die Dänen meinen. Klingt seltsam als Übung, hat aber tatsächlich funktioniert.

Ich hatte übrigens mal das Problem, dass ich Laute theoretisch kannte, aber in echten Gesprächen einfach eingefroren bin – da hilft nur konsequentes Nachsprechen mit Muttersprachlern, nicht nur Videos schauen.


Antwort
Thomas H.
Beiträge: 7
(@t-hoffmann76)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich hab das ehrlich gesagt auch noch nicht vollständig gelöst und lerne schon ne Weile. Das ø ist halt kein ö, das stimmt, aber ich würde mal sagen der Unterschied ist am Anfang auch gar nicht so entscheidend. Dänen verstehen einen meistens trotzdem.

Was mich bei solchen Lauten immer wieder aus dem Konzept bringt ist, dass ich zu viel drüber nachdenke anstatt einfach drauf loszusprechen. Ich kenn das Gefühl von nach Monaten Lernen und trotzdem kein Durchbruch – manchmal hilft weniger analysieren und mehr einfach machen.


Antwort
Thomas K.
Beiträge: 28
(@thomask)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Da muss ich SprachChef47 kurz ergänzen: Forvo ist gut, aber die Qualität der Aufnahmen variiert stark. Ich hab dort schon Dänen gehört, die selbst regional sehr unterschiedlich klingen. Für den Einstieg würde ich lieber mit einer einzigen verlässlichen Quelle arbeiten als mit vielen verschiedenen, das macht es nur noch verwirrender.

Ansonsten ganz pragmatisch: Hör dir das Wort 'øl' (Bier) auf YouTube in echten Gesprächen an. Das Wort ist kurz, kommt oft vor und die Aussprache ist ziemlich eindeutig. Gutes Sommerprojekt übrigens – ich hab selbst festgestellt dass Sprachen mit konkretem Urlaubsziel dahinter viel schneller vorankommen als ohne.


Antwort
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