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Schwedisch lernen mit 65+ – wo fängt man am besten an?

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NordischerWortfreund67
Beiträge: 0
Themenstarter
(@nordischerwortfreund67)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#36]

Guten Tag an alle hier im Forum,

ich bin seit einigen Monaten pensioniert und habe endlich die Zeit, mich intensiver mit Sprachen zu beschäftigen. Meine Wahl ist auf Schwedisch gefallen – aus mehreren Gründen: Ich finde die Sprache klanglich sehr angenehm, und Skandinavien steht schon länger auf meiner Reiseliste.

Nun frage ich mich, wie ich am sinnvollsten in die Grundlagen einsteige. Ich habe mir bereits ein Lehrbuch besorgt (Schwedisch für Anfänger, aus dem Buchhandel), aber beim Durchblättern merke ich schon, dass mir ein roter Faden fehlt. Soll ich einfach von vorne anfangen und mich durcharbeiten? Oder empfiehlt es sich, parallel dazu Hörübungen zu machen, damit man von Anfang an ein Gefühl für die Aussprache bekommt?

Ich bin kein kompletter Sprachenlaie – Englisch und Französisch spreche ich gut, Latein hatte ich in der Schule – aber Schwedisch ist schon eine andere Welt. Besonders die Töne und die Melodie der Sprache machen mir noch etwas Sorgen, ich weiß nicht, ob ich mir da schlechte Gewohnheiten antrainieren kann, wenn ich zu viel alleine lerne.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, vielleicht sogar in einem ähnlichen Lebensabschnitt? Wie strukturiert ihr euren Lernalltag, wenn man nicht mehr täglich acht Stunden Schule hat, sondern sich die Zeit selbst einteilen muss?

Über jeden Erfahrungsbericht freue ich mich sehr.

Helmut


2 Antworten
Thomas K.
Beiträge: 14
(@sprachchef47)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Helmut,

ich bin zwar gerade eher bei romanischen Sprachen unterwegs, aber mit dem Einstieg in eine neue Sprache nach einer langen Pause kenne ich mich aus. Ich hab damals beim Dänischen ähnlich angefangen wie du es beschreibst – Lehrbuch, wenig Plan – und irgendwann gemerkt, dass das Hören von Anfang an wirklich entscheidend ist. Gerade bei Skandinavisch, wo die Aussprache so ungewohnt ist. Ich hatte damals auch einen Thread zu Dänisch-Grundlagen gepostet, da gab es ein paar gute Hinweise zu Methodik, die sich teilweise übertragen lassen.

Für Schwedisch würde ich dir empfehlen: Lehrbuch und Audiomaterial von Anfang an kombinieren. Viele Verlage bieten zu ihren Büchern Downloads an, schau mal ob deins sowas hat. Die Melodie kriegt man wirklich nur durchs Hören in den Kopf. Und keine Angst vor dem Alleinlernen – mit etwas Disziplin funktioniert das gut, gerade wenn man sich die Zeit frei einteilen kann!


Antwort
Thomas B.
Beiträge: 31
(@t-brenner)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ehrlich gesagt würde ich das Lehrbuch erstmal beiseitelegen und dir überlegen, was du mit Schwedisch wirklich machen willst. Einfach "Grundlagen lernen" ohne konkretes Ziel – das läuft bei den meisten nach ein paar Wochen ins Leere, egal in welchem Alter.

Was ich aus Erfahrung sagen kann: Strukturiertes Schreiben von Anfang an hilft enorm. Nicht Vokabellisten abschreiben, sondern kleine eigene Sätze formulieren, auch wenn sie holprig sind. Tagebuch auf Schwedisch, meinetwegen auf Anfängerniveau. Das zwingt einen dazu, wirklich nachzudenken statt nur passiv Grammatikregeln zu lesen.

Und was die Töne angeht – ja, Schwedisch hat einen Tonakzent, das ist ungewohnt. Aber ich halte die Angst davor für übertrieben. Man versteht sich auch ohne perfekte Intonation, solange man sich traut zu sprechen. Das ist das eigentliche Problem beim Selbstlernen: Man schreibt lieber als dass man den Mund aufmacht.


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