Hallo zusammen,
als Projektmanagerin arbeite ich täglich mit internationalen Teams und merke immer mehr, wie wichtig interkulturelle Kompetenz ist – auch sprachlich. Jetzt möchte ich Schwedisch lernen, um mich besser mit unseren skandinavischen Partnern austauschen zu können.
Mein Problem: Im Sommer habe ich zwar Zeit zum Lernen, aber ich bin unsicher, ob ich mich eher auf schriftliche Übungen konzentrieren soll (E-Mails, Notizen, Texte lesen) oder lieber mündlich trainieren sollte (Sprechen, Hören). Beide Wege nehmen Zeit in Anspruch, und ich kann nicht parallel alles machen.
In meinem Job kommuniziere ich schriftlich und mündlich – aber in welcher Reihenfolge macht das Sinn beim Sprachenlernen? Gibt es da wissenschaftliche Erkenntnisse oder praktische Erfahrungen, die einen Weg dem anderen vorziehen? Und wie merke ich, wann ich vom einen zum anderen wechseln sollte?
Freue mich auf eure Gedanken!
Sabine
Ich persönlich hab mit Schwedisch angefangen, weil ich die Krimis im Original lesen wollte – da war Lesen die Priorität. Aber im August mit etwas Zeit könnte ich mir vorstellen, einfach schon mal Podcasts zu hören oder YouTube-Videos zu schauen, um das Hörverstehen zu entwickeln. Mündlich aktiv sprechen kommt später, wenn du sicherer wirst. Beim Lernen hab ich gemerkt: Zuhören entspannt viel mehr als ständig selbst sprechen zu müssen.
Moment – ich sehe überall die Aussage, dass man zuerst schriftlich trainieren muss. Aber wo ist da die wissenschaftliche Basis? Es gibt Studien, die zeigen, dass Sprechen von Tag eins an (auch fehlerhaft) die neurologische Verankerung besser aktiviert.
Ich würde skeptisch fragen: Was brauchst du wirklich im Job? E-Mail-Korrespondenz? Dann schreiben wichtiger. Meetings? Dann mündlich zuerst. Die allgemeine Regel "erst schreiben, dann sprechen" halte ich für Marketing-Unsinn. Personalisier deine Lernreihenfolge nach deinem echten Use-Case, nicht nach Schema F.