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Portugiesisch als dritte romanische Sprache – lohnt sich der Aufwand?

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Petra H.
Beiträge: 25
Themenstarter
(@petra-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#37]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, nach einer längeren Familienpause wieder ins Übersetzen einzusteigen, und konzentriere mich dabei hauptsächlich auf Französisch und Italienisch. Durch meine Arbeit mit Fachtexten stoße ich aber immer wieder auf portugiesischsprachige Quellen – vor allem aus dem brasilianischen Rechts- und Wirtschaftsbereich – und frage mich, ob es sinnvoll wäre, Portugiesisch als dritte romanische Sprache hinzuzufügen.

Meine Frage richtet sich vor allem an Menschen mit ähnlichem Hintergrund: Wie groß ist der Zusatzaufwand wirklich, wenn man bereits Französisch und Italienisch auf gutem Niveau beherrscht? Ich höre immer wieder, dass die romanischen Sprachen sich gegenseitig begünstigen, aber ich frage mich, ob das auch für jemanden gilt, der nicht mehr ganz jung ist und nach einer langen Pause wieder ins Sprachenlernen einsteigt.

Besonders interessiert mich der Aspekt der Fachsprache: Gibt es Bereiche, in denen Portugiesisch einfacher zugänglich ist als zum Beispiel Französisch, oder ist die Distanz zu meinen vorhandenen Kenntnissen dennoch größer als erwartet? Und welche Grundlagen würdet ihr zuerst angehen, wenn das Ziel klar auf berufliche Texte ausgerichtet ist – also nicht Alltagskonversation, sondern strukturiertes Fachvokabular?

Freue mich über ehrliche Einschätzungen, auch wenn die Antwort sein sollte, dass ich mir das lieber sparen soll.

Viele Grüße
Petra


1 Antwort
Werner K.
Beiträge: 18
(@werner6878)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Liebe Petra,

das ist eine Frage, die mich als Rentner, der gerade Italienisch lernt, aus einer ganz anderen Richtung beschäftigt – ich komme ohne Vorkenntnisse in romanischen Sprachen an die Sache heran. Insofern kann ich mir vorstellen, dass Sie mit Französisch und Italienisch im Gepäck einen erheblichen Vorsprung hätten.

Was mich bei meinem Italienisch-Lernen immer wieder fasziniert, ist wie eng Sprache und regionale Kultur zusammenhängen – und ich vermute, dass das bei Portugiesisch noch vielschichtiger ist, allein schon wegen der großen Unterschiede zwischen Portugal und Brasilien. Aber das ist natürlich nicht Ihr Fokus.

Ich habe kürzlich in einem anderen Thread gelesen, dass Lernmethoden stark vom konkreten Ziel abhängen – für Fachtexte würde ich vermuten, dass ein strukturierter, textbasierter Einstieg mehr bringt als Apps oder Konversationskurse. Ob der Aufwand sich lohnt, kann ich nicht beurteilen, aber in diesem Thread über Lernmethoden beim Französischen wurden ein paar interessante Punkte diskutiert, die vielleicht übertragbar sind.

Ich drücke Ihnen die Daumen – und bin gespannt, was erfahrenere Nutzer hier sagen!


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