Hallo zusammen,
nachdem ich jetzt ein paar Wochen in Polnisch reingeschnuppert habe, ist mir aufgefallen dass mein Kollege nebenher Russisch lernt. Wir reden manchmal drüber und ich frage mich ob es für absolute Anfänger überhaupt Sinn macht, die zwei Sprachen zu vergleichen.
Ich hab z.B. gelesen dass beide slawische Sprachen sind und angeblich viel gemeinsamen Wortschatz haben. Aber Polnisch nutzt lateinische Schrift, Russisch kyrillisch – das klingt für mich schon mal nach zwei völlig verschiedenen Welten. Trotzdem frag ich mich: Lernt man Grammatikstrukturen wie die Fälle leichter wenn man beide parallel anschaut? Oder blockiert man sich damit eher gegenseitig?
Mein Kollege meint, wer polnische Fälle versteht, hat bei russischen Fällen einen Vorsprung. Stimmt das wirklich oder ist das Wunschdenken?
Ich frage das auch weil ich den Sommer jetzt nutzen will um endlich mal ernsthaft anzufangen – hab tagsüber etwas mehr Zeit und will die nicht verschwenden. Bevor ich mich in zwei Richtungen gleichzeitig verliere, würde ich gerne wissen was ihr als Anfänger-Erfahrung mitbringt. Hat jemand von euch beide Sprachen gleichzeitig oder kurz nacheinander gelernt? Was waren eure größten Stolpersteine – und was hat sich unerwartet gut übertragen?
Danke schonmal!
Ich seh das etwas anders als CodeTalk_37. Ich lern selbst gerade Deutsch und hab davor kurz Polnisch probiert – und ja, ich fand dass man durchaus Gemeinsamkeiten erkennen kann wenn man ein Gefühl für slawische Strukturen entwickelt. Aber ich muss zugeben dass ich das nicht wirklich gleichzeitig gemacht hab, sondern eher nacheinander.
Für mich war das größte Problem beim Polnischen gar nicht die Grammatik sondern die Aussprache – und da hilft Russisch garnicht weiter weil die Schriftsysteme so verschieden sind. Wenn du sagst du willst den Sommer nutzen: konzentrier dich auf eine Sprache, das ist mein Tip. Sonst sitzt du im September wieder bei null und aergerts dich. Hab ich schon erlebt, nicht mit Sprachen aber mit anderen Projekten 😄