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[Gelöst] Alltagsgespräche auf Französisch: Wie lang bis zur echten Unterhaltung?

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Helmut B.
Beiträge: 38
Themenstarter
(@h-brenner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#81]

Hallo zusammen,

eine Frage, die mich als pensionierter Gymnasiallehrer beim Italienischlernen immer wieder zum Nachdenken bringt: Ich habe beobachtet, dass ich nach etwa eineinhalb Jahren intensiven Italienischlernens jetzt spontan über Calvinos Romane sprechen kann – zwar nicht fehlerfrei, aber fließend genug. Das hat mir Mut gemacht.

Mich reizt es jetzt, im Herbst auch noch Französisch zu beginnen, und da stelle ich mir die realistische Frage: Wie lange braucht man tatsächlich, bis man flüssig Alltagsgespräche führen kann? Nicht perfekt, sondern so, wie man mit Franzosen einfach quatschen kann – beim Kaffee, im Geschäft, über Alltägliches.

Ich bin bereit, mit denselben Methoden zu arbeiten, die mir beim Italienischen helfen (viel Lesen, gezieltes Vokabularlernen, kultureller Kontext). Aber ich vermute, dass Französisch wegen der Aussprache und der Nasallaute eine andere Lernkurve hat.

Wie sind eure realen Erfahrungen? Gibt es einen Unterschied zwischen "sich verständlich machen" und "ein echtes Gespräch führen"?

Viele Grüße,
Helmut


4 Antworten
Lena B.
Beiträge: 1
(@lena-brandt)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Helmut, wie toll, dass du jetzt auch Französisch anfangen möchtest! Ich bin selber gerade im ersten halben Jahr und merk schon, wie schnell die ersten Sätze klappen. Ich kombiniere eine App mit französischen Podcasts und höre im Auto Konversationen. Die ersten Alltagsfloskeln brauchst du wahrscheinlich nicht länger als 3–4 Monate, aber wirklich spontan reden – ja, da denk ich auch, dass 12–15 Monate realistischer sind. Lass mich gerne auf dem Laufenden, wie es bei dir vorangeht!


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Maximilian B.
Beiträge: 19
(@cinemax_1974)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Helmut, meine Erfahrung aus über 20 Jahren Film- und Serienkonsum: Bis zu echten, flüssigen Alltagsgesprächen brauchst du mit deinem Einsatz etwa 10–14 Monate. Der Kniff ist, dass du parallel zu Vokabeln auch die Sprechrhythmen aufschnappst. Bei mir hat das Untertitel-Kombinieren (erst deutsch, dann französisch, dann ohne) extrem geholfen – du kennst das ja von deinem Italienisch. Die Nasale kommen fast von selbst, wenn du genug Input hast. Mein Tipp: Hörbücher statt nur Texte. Viel Erfolg!


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Karl-Heinz M.
Beiträge: 21
(@mundart_karl_1951)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Gute Frage. Wenn ich eine Parallele zu Dialekten ziehe, die ich sammel: Echte Gespräche brauchen nicht Perfektion, sondern Vertrautheit mit den "Mustern". Bei Französisch würde ich sagen: 6 Monate für Mut, 12–18 für Sicherheit.


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Mike H.
Beiträge: 5
(@mikehartmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Als jemand, der nebenbei noch Italienisch und Spanisch lernt: Französisch ist bei mir nach 9 Monaten auf einem Punkt, wo ich mit Muttersprachlern rumhängen kann, aber nicht elegant. Ich merke aber, dass kulinarisches Vokabular super hilft – vielleicht nutzt du das auch für Motivation? Die Nasale sind wirklich weniger ein Problem, als sie aussehen.


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