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ü aussprechen – wie forme ich den Mund richtig?

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Markus W.
Beiträge: 10
Themenstarter
(@studyabroad7)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#43]

Hallo zusammen,

ichbin StudyAbroad7 und lerne gerade Deutsch als Vorbereitung für ein Auslandssemester, das im Herbst startet. Diesen Sommer nutze ich die Zeit intensiv zum Üben, aber ich stecke bei einem Problem fest das mich wirklich frustriert: der Vokal 'ü'.

Ich habe schon viele Videos geschaut und alle sagen 'runde deine Lippen wie beim U, aber sage dabei ein I'. Das klingt in der Theorie einfach, aber wenn ich es selbst versuche, kommt entweder ein normales 'u' raus oder so ein komisches Geräusch das gar nichts ist. Meine deutschen Freunde lachen freundlich und sagen 'fast!' – aber das hilft mir nicht wirklich weiter.

Konkret frage ich mich:
- Wo genau liegt die Zunge bei ü? Vorne, hinten, oben?
- Wie stark muss ich die Lippen runden?
- Gibt es eine Übungsreihenfolge, zum Beispiel zuerst 'i' sagen und dann langsam die Lippen vorrunden?
- Klingt 'ü' in 'über' anders als in 'müde'? Oder ist das immer gleich?

Ich übe täglich etwa eine Stunde und würde das gerne richtig machen bevor ich im Oktober nach Deutschland komme. Falls jemand praktische Tipps hat, besonders Übungen die man alleine zu Hause machen kann, wäre ich sehr dankbar!

Danke schon mal 🙂


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2 Antworten
Daniel K.
Beiträge: 16
(@d-krueger)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Beschreibung 'i mit runden Lippen' stimmt im Prinzip, aber sie erklärt nicht genug, finde ich. Hier mal etwas genauer:

Die Zunge liegt beim ü vorne und oben – genau wie beim i. Das ist der entscheidende Punkt, den viele übersehen. Der Unterschied zum i ist wirklich nur die Lippenform. Beim i sind die Lippen breit gezogen (fast wie ein Lächeln), beim ü schiebst du sie nach vorne und rundest sie.

Eine konkrete Übung: Sag laut und deutlich 'iiiiiii', halte den Ton, und schiebe dann langsam deine Lippen nach vorne, als würdest du einen Kuss andeuten. Die Zunge bewegt sich dabei nicht. Wenn du das ein paarmal gemacht hast, sollte ein sauberes ü herauskommen.

Zu deiner Frage ob 'über' und 'müde' unterschiedlich klingen: Ja, leicht. In 'über' ist das ü lang, in 'müde' auch, aber die Umgebungslaute verändern den Klang minimal. Als Anfänger würde ich das erstmal ignorieren und erstmal das Grundprinzip festigen.

Habe übrigens neulich im müssen + Infinitiv Thread mitgeschrieben – da ging es um Grammatik, aber Aussprache ist mindestens genauso wichtig wenn man wirklich kommunizieren will. Viel Erfolg für Oktober!


Antwort
Sandra K.
Beiträge: 22
(@sandra91)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Wie D.Krueger schreibt stimmt das mit der Zunge – das ist wirklich der Knackpunkt. Ich ergänze noch: Stell dich vor einen Spiegel! Klingt banal aber ich hab dadurch erst gemerkt wie schief meine Lippenform war. Man denkt man macht es richtig und dann sieht man im Spiegel dass die Lippen gar nicht rund sind sonder nur leicht zusammengedrückt. Das ist ein riesiger Unterschied.


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