Hallo zusammen,
ichmal schauen ob mir hier jemand weiterhelfen kann. Ich habe mir diesen Sommer als kleines Projekt vorgenommen, endlich Dänisch anzufangen – wir fahren im August nach Kopenhagen und ich würde gerne mehr als nur "tak" und "hej" sagen können.
Bisher habe ich ein paar Vokabeln gesammelt und weiß wie man sich vorstellt, aber sobald ich versuche einen ganzen Satz zu bauen, wird es chaotisch. Zum Beispiel: Wie ist das mit der Wortstellung? Im Deutschen stelle ich das Verb ja manchmal ans Ende, auf Englisch steht es immer früh im Satz – und Dänisch soll ja irgendwo dazwischen sein?
Außerdem: Macht es Sinn, sich von Anfang an bestimmte Satzschablonen einzuprägen, also sowas wie "Ich heisse... / Ich komme aus... / Ich möchte gerne..." und die dann einfach auswendig zu lernen? Oder ist das eine schlechte Methode weil man dann gar nicht versteht was man sagt?
Ich lerne momentan vor allem abends nach der Arbeit, so eine Stunde vielleicht. Habt ihr konkrete Tipps welche ersten Sätze wirklich wichtig sind und wie ich mir die Struktur am besten merke? Gerne auch Erfahrungsberichte was bei euch am Anfang funktioniert hat oder eben nicht.
Ich sehe das etwas anders als SkeptikerPhon47. Für einen Urlaub im August ist das Schablonen-Lernen absolut in Ordnung und ich würd mir da keinen Kopf machen. Du hast was, einen Monat? Dann ist der Anspruch "ich verstehe jeden Satz grammatikalisch von Grund auf" unrealistisch und vielleicht auch unnötig.
Ich hab mich früh mal gefragt ob man erstmal Grammatik büffeln soll oder einfach drauflos – mein Fazit war immer: kommt auf den Kontext an. Für einen Kurzurlaub reichen echte Alltagssätze die man auswendig kann. "Må jeg bede om regningen" (Kann ich bitte die Rechnung haben), "Hvor er toilettet" und sowas. Klingt banal aber das sind die Sachen die man wirklich braucht.
Die Wortstellung macht für Deutsche übrigens weniger Probleme als man denkt, weil Dänisch dem Deutschen da ähnlich ist. Einfach anfangen, nicht zu viel theoretisieren.
Schablonen lernen ist ne zweischneidige Sache. Ich hab das beim Französischlernen auch so gemacht – einfach Phrasen rausgesucht und auswendig gelernt ohne wirklich zu verstehen warum die so gebaut sind. Hat kurzfristig funktioniert, aber sobald man vom Skript abweichen muss steht man da wie ein Ochs vorm Berg. Hab das in einem anderen Thread schon mal ausführlicher beschrieben.
Zur Wortstellung: Dänisch ist tatsächlich relativ nah am Deutschen was das Verb angeht, Hauptsätze sind aber eigentlich ziemlich geradlinig – Subjekt, Verb, Rest. Das beruhigt einen erstmal.
Mein ehrlicher Rat: Lern die Schablonen ruhig, aber schau dir parallel an was die einzelnen Wörter bedeuten. Dann kannst du irgendwann variieren statt nur stur wiederzugeben was du auswendig gelernt hast.