Hallo zusammen,
ich bin nach 15 Jahren wieder ins Übersetzen eingestiegen und frische gerade mein Französisch und Italienisch auf. Jetzt bin ich neugierig geworden auf Dänisch – nicht unbedingt als Hauptsprache, aber weil ich interessante Fachtexte aus skandinavischen Quellen gerne selbst verstehen möchte.
Überall lese ich jetzt von ChatGPT, DeepL und anderen KI-Tools, die angeblich auch beim Sprachenlernen helfen sollen. Meine Frage: Lohnt sich das wirklich für Grundlagen? Oder verlasse ich mich da auf eine Krücke, die mir später schadet?
Ich bin eher jemand, der strukturiert vorgeht – bei Französisch und Italienisch hatte ich immer Grammatikbücher und regelmäßiges Üben. Kann eine KI das ersetzen? Oder sind KI-Tools eher etwas für Leute, die schnell Konversation brauchen und nicht so sehr auf Genauigkeit und Fachsprache achten?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Für meine Geschäftsreisen hat mir DeepL tatsächlich schnell geholfen – ich lasse damit Geschäftsmails vorab übersetzen und sprech die dann laut, um die Aussprache zu trainieren. Aber das ist nicht wirklich "lernen" im klassischen Sinn. Würde sagen: KI ist praktisch für Situationen unter Druck, aber für echte Grundlagen würde ich mir trotzdem noch ein gutes Buch schnappen.
Guter Punkt, Petra! Ich lerne neben dem Job und habe mir ChatGPT tatsächlich geholt – aber nicht als Ersatz für strukturiertes Lernen, sondern als Ergänzung. Für deine Situation als Fachübersetzerin könnte ich mir das sogar besonders sinnvoll vorstellen: Du kannst der KI einen dänischen Fachtext geben, sie erklärt dir die Grammatik dahinter und du verstehst die Strukturen, nicht nur das Vokabular. Das ist was anderes als Duolingo-Games machen. Aber ohne Grundlagen-Input brauchst du nicht anzufangen – ich nutze erst ein klassisches Lehrbuch und dann KI für die Vertiefung.