Hallo zusammen! Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit (okay, genau 15 Jahre 😄) habe ich mich wieder ans Sprachenlernen getraut â und diesmal soll es DĂ€nisch sein! Ich bin gerade mitten im Sommer-Motivationshoch und möchte die freie Zeit nutzen.
Jetzt stehe ich aber schon beim Alphabet vor einem Fragezeichen. Ich weiĂ, dass DĂ€nisch drei Sonderbuchstaben hat (ĂŠ, Ăž, Ă„), aber ich verstehe noch nicht wirklich, wie ich die Aussprache dieser Laute einordnen soll. Beim Ăž weiĂ ich zum Beispiel nicht, ob ich das einfach wie das deutsche ö sprechen kann oder ob das komplett anders klingt.
Ausserdem: Gibt es beim restlichen Alphabet Buchstaben, die mich als Deutschsprachige ĂŒberraschen werden? Ich frage weil ich gehört habe, dass das dĂ€nische 'd' manchmal ganz komisch klingt, je nachdem wo es im Wort steht.
Da ich gerne mit Spielen und RĂ€tseln lerne â hat jemand vielleicht lustige oder kreative Wege gefunden, um sich die Ausspracheregeln einzuprĂ€gen? Karteikarten mit reinen Lautbeschreibungen fĂŒhlen sich fĂŒr mich zu trocken an. Vielleicht gibt es EselsbrĂŒcken oder kleine Tricks, die tatsĂ€chlich hĂ€ngen bleiben?
Freue mich sehr ĂŒber Erfahrungsberichte â am liebsten von Leuten, die auch als blutige AnfĂ€nger angefangen haben!
Hi Claudia, willkommen zurĂŒck beim Sprachenlernen! 15 Jahre Pause und dann gleich DĂ€nisch â respekt, das ist mutig.
Zur Aussprache: Ich arbeite grundsĂ€tzlich mit festen Lernblöcken, und gerade bei Aussprache-Grundlagen empfehle ich, die ersten zwei Wochen wirklich nur 10 Minuten tĂ€glich ausschlieĂlich auf die Laute zu verwenden â also nicht schon Vokabeln pauken. Klingt wenig, wirkt aber Wunder wenn man es konsequent macht.
FĂŒr das Ăž und ĂŠ mache ich mir kurze Lautkarten: auf einer Seite der Buchstabe, auf der RĂŒckseite ein deutsches Wort als Ankerlaut UND ein dĂ€nisches Beispielwort. Also z.B.: Ăž â Ankerlaut: 'ö wie in Höhle' (etwas offener) â Beispiel: 'grĂžn' (grĂŒn). Das geht schnell zu erstellen und macht das Ganze greifbarer als reine Lautschrift.
Das 'blĂždt d' ist tatsĂ€chlich der erste echte Stolperstein. Ich wĂŒrde das erst mal passiv ĂŒben â also viel hören bevor man es selbst produziert. Manche versuchen das zu frĂŒh aktiv nachzumachen und fixieren dabei schlechte Angewohnheiten.
Das Ăž ist wirklich nicht so schlimm wie alle sagen â ich habe beim tĂŒrkischen Alphabet viel unerwarteter Laute kennengelernt, da war das Ăž nachher fast erholsam 😄
FĂŒr AnfĂ€nger empfehle ich auf jeden Fall dĂ€nische Musik zum Einhören. Klingt vielleicht komisch, aber man gewöhnt sich so viel schneller an den Klang der Sprache als durch reine Lautlehre. Sök nach 'dansk pop' auf Spotify â da gibt es wirklich zugĂ€ngliches Material. Du bekommst ein GefĂŒhl dafĂŒr wie das DĂ€nische 'flieĂt', bevor du anfĂ€ngst einzelne Regeln auswendig zu lernen.
Apps zum Aussprachevergleich hab ich ehrlich gesagt fĂŒr DĂ€nisch noch nicht systematisch durchgetestet, da bin ich beim DĂ€nischen nicht die beste Quelle.
Ich lerne selbst kein DĂ€nisch, aber eine Sache aus meiner Erfahrung: Zu viele Regeln auf einmal lĂ€hmen mehr als sie helfen. Lern die drei Sonderbuchstaben, hör viel zu â fertig fĂŒr den Anfang.